Jürgen Melzer meldet sich fit für das Einzel

Aufmacherbild

Die Generalprobe ist misslungen. Mit Partner Philipp Petzschner musste sich Jürgen Melzer am Mittwoch Abend bereits in der ersten Runde der Erste Bank Open verabschieden.

Gegen Juan Martin del Potro (ARG) und Radek Stepanek (CZE) setzte es für die amtierenden US-Open-Champions eine klare 4:6, 2:6-Niederlage.

„Die beiden haben heute fast jeden Ball getroffen und unglaublich gespielt. Das bessere Doppel hat gewonnen“, gratulierte Petzschner, der erstmals seit seinem überraschenden Einzel-Triumph 2008 wieder sein Glück in der Wr. Stadthalle versuchte.

Wenige Stunden zuvor verlor der Deutsche auch im Einzel gegen Del Potro. „Das Los meinte es nicht gut mit mir.“

"Die beiden waren einfach besser"

„Die beiden waren heute einfach besser – das muss man akzeptieren“, meinte auch Melzer, der dem Match aber auch positive Seiten abgewinnen konnte.

Schließlich war es für den 30-jährigen Deutsch-Wagramer ein Probelauf für das Einzel, nachdem er sich vor drei Tagen im Training eine Zerrung im rechten Oberschenkel zugezogen hatte.

 "Ein bisschen hat es gezwickt"

„Es waren ein paar Bälle dabei, wo ich viel laufen musste – da hat es ein bisschen gezwickt. Es sollte für Donnerstag aber kein Problem sein“, gab der Titelverteidiger grünes Licht für das Achtelfinal-Duell gegen Guillermo Garcia-Lopez.

„Ich hoffe auf ein gutes Match. Ich hab den Ball ganz gut am Schläger und fühle mich hier wohl. Er ist ein sehr aggressiver Spieler und ist kein typischer Spanier. Er serviert sehr gut und spielt recht schnell.“

 1:1 im Head-to-Head

Melzer weiß dies aus eigener Erfahrung. Im Head-to-Head steht es 1:1. Auf dem schnellen Hartplatz von San Jose setzte es 2008 eine Niederlage, zwei Jahre davor wies er den Spanier auf Sand in Casablanca in die Schranken.

„Ich bin sicher nicht topfit, aber es ist gut genug, um zu spielen. Ich werde am Donnerstag alles versuchen“, so Melzer. „Es ist halt ein bisschen die Angst im Hinterkopf: 'Was wäre, wenn...?' Aber das kann ich mir dann nachher überlegen. Das Risiko geht man zu Hause ein.“

 Melzer zieht vor Muster und Thiem den Hut

Mental will Österreichs Nummer eins die Verletzung trotzdem ausblenden: „Ich muss mit der ganz normalen Einstellung reingehen, sonst kriege ich eine am Deckel. Ich fühle mich eigentlich recht wohl und habe heute auch sehr gut serviert. In den letzten Tagen habe ich mich am Tennisplatz natürlich wenig bewegt.“

Mitverfolgt hat Melzer auch das Abschieds-Match von Thomas Muster gegen Dominic Thiem am Dienstag.

Vor beiden Athleten zieht er den Hut: „Das Match gestern war sicher ein Highlight von diesem Turnier. Ein großer österreichischer Champion hat aufgehört, ein Hoffnungsstar ist geboren worden. Respekt vor dem Junior, wie toll er das gehandelt hat.“

Aus der Wr. Stadthalle berichtet Christian Frühwald

Zum Seitenanfang» 0 Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen