Melzer steht im Stadthallen-Viertelfinale

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Titelverteidiger Jürgen Melzer steht im Viertelfinale der Erste Bank Open in der Wr. Stadthalle!

Der 30-jährige Niederösterreicher setzte sich am Donnerstag nach dem Freilos in Runde eins in seinem Auftaktmatch gegen den Spanier Guillermo Garcia-Lopez mit 7:5, 6:1 durch.

Im Head-to-Head geht er damit 2:1 in Führung.

Nun gegen "AHM"-Bezwinger

Nächster Gegner von Melzer ist der an sechs gesetzte Südafrikaner Kevin Anderson, der zuvor Vorjahres-Finalist Andreas Haider-Maurer und den Zyprer Marcos Baghdatis eliminerte.

Melzer fiel nach seinem neunten Sieg in Folge in der Wr. Stadthalle ein Stein vom Herzen. Wegen einer Oberschenkelzerrung stand hinter der Fitness von Österreichs Nummer eins ein großes Fragezeichen.

"Nicht gewusst, was mich erwartet"

"Ich habe am Anfang nicht gewusst, was mich erwartet, weil ich sehr wenig trainiert habe", erklärte Melzer.

"Wir haben sehr viel arbeitet, damit ich heute spielen konnte. Dafür muss ich mich auch bei meinem Physio (Anm.: Jan Velthuis) bedanken. Mit den zwei, drei Stichen, die ich während der Partie gekriegt habe, kann ich gut leben."

Trotzdem hatte Melzer gegen Garcia-Lopez ordentlich zu kämpfen. Der Spanier zeigte schon mit seinem Erstrunden-Sieg gegen James Blake, dass er sich im Gegensatz zu vielen seiner Landsleute auf Hartplatz pudelwohl fühlt.

"Man hat gesehen, dass ich mir zu Beginn schwer getan habe", so Melzer, der alle fünf Breakchancen gegen sich abwehren konnte.

Schwereres Kaliber

"Ich habe mich mit meinem Aufschlag im Spiel gehalten und bin dann immer sicherer geworden. Deshalb geht meiner Meinung nach der Sieg in zwei Sätzen in Ordnung."

"Mit der Leistung kann ich zufrieden sein. Es ist ein guter Aufbau fürs Viertelfinale." Dort wartet aller Voraussicht ein schwereres Kaliber.

"Anderson ist ein upcoming Star für mich. Der steht in ein, zwei Jahren wahrscheinlich in den Top 15", warnt Manager Ronnie Leitgeb vor dem 2,03 Meter großen Südafrikaner, der in den ersten beiden Runden starke Vorstellungen zeigte.

Vierter in der Jahreswertung

Anderson ist in der ATP-Jahreswertung mit 630 Assen an der vierten Position zu finden.

"Das wird ein ganz anderes Match werden. Anderson hat einen viel besseren Aufschlag. Da muss ich die wenigen Chancen nützen, die ich bekomme", weiß Melzer, dem solche Spieler-Typen aber auch liegen. "Ich mag es eigentlich, gegen starke Aufschläger zu spielen."

Melzer soll "Karte Routine ziehen"

Leitgeb rät seinem Schützling, "die Karte Routine zu ziehen. Anderson hat noch keine Match-Erfahrung gegen Jürgen."

Melzer: "Ich nehme die Herausforderung gerne an. Das Ziel ist es, am Sonntag (Anm.: Finaltag) dabei zu sein!"

Aus der Wr. Stadthalle berichtet Christian Frühwald

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