Melzer steht im Halbfinale von Hertogenbosch

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Dieser Sieg war für Jürgen Melzer sehr wichtig: Der 33-jährige Niederösterreicher setzte sich im neunten Duell mit dem Weltranglisten-23. Fernando Verdasco nach einem wahren Thriller zum dritten Mal durch und steht im Halbfinale des mit 486.760 Euro dotierten ATP-Rasenturniers in Hertogenbosch.

Noch am Freitag (nicht vor 16.30 Uhr) trift er im Halbfinale auf den Spanier Roberto Bautista Agut.

Nervenschlacht im dritten Satz

Nach insgesamt 3:05 Stunden und einem 7:6(3),6:7(6),7:6(9)-Erfolg über die Nummer zwei des Turniers durfte Melzer jubeln. Und er hatte allen Grund dazu:

Schließlich hatte er im Tiebreak des dritten Satzes bei 6:7 bzw. 8:9 ein gutes Nervenkostüm bewiesen und zwei Matchbälle abgewehrt. Auch Verdasco hatte bei 3:6 drei Matchbälle en suite gegen sich und Melzer konnte schließlich erst den fünften nützen.

Das Match war am Vortag nach den ersten beiden Sätzen wegen Dunkelheit abgebrochen worden, schon im Tiebreak des dann verlorenen zweiten Satzes war Melzer mehrmals nur zwei Punkte vom Sieg entfernt gewesen. Doch der frühere Weltranglisten-Achte holte sich den auch ranglisten-technisch wichtigen Sieg, der ihm 20.930 Euro Preisgeld und vor allem 90 ATP-Zähler brachte.

Selbstvertrauen für Wimbledon

Im Vorjahr hat der aktuelle 52. im ATP-Ranking in Wimbledon das Achtelfinale erreicht, für das er 180 Punkte verbucht hat. Mit dem Hammerlos gegen Jo-Wilfried Tsonga gleich zum Auftakt wird es Melzer sehr schwer haben, diese Punkte an der Church Road zu verteidigen. Selbstvertrauen hat der Deutsch Wagramer aber eine ordentliche Portion getankt.

Immerhin steht er am Freitag im ersten ATP-Tour-Halbfinale seit vergangenem September in Kuala Lumpur und auch nach seiner halbjährigen Verletzungspause.

Gegen Bautista Agut, die Nummer drei des Turniers, hat Melzer die bisher einzige Begegnung in der zweiten Australian-Open-Runde 2013 in fünf Sätzen gewonnen.

Für Melzer wird der Freitag, soferne das Wetter hält, zum Großkampftag: Er muss nicht nur ein weiteres Single bestreiten, sondern auch im Doppel-Halbfinale mit Marcel Granollers (ESP) auf den Platz.

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