Für Köllerer geht es vor dem CAS um seine Zukunft

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Am Montag und Dienstag geht es für Tennis-Profi Daniel Köllerer vor dem Sportschiedsgerichtshof (CAS) in Lausanne um seine Zukunft.

Der 28-jährige Oberösterreicher strebt vor dieser Berufungsinstanz die Aufhebung seiner lebenslangen Sperre wegen angeblicher Spielmanipulationen an.

Die Tennis Integrity Unit (TIU) hatte als Antikorruptionsbehörde des Internationalen Tennisverbands (ITF) am 31. Mai nach 18 Monaten Ermittlungen sowie einem Schiedsgericht in England dieses für den Oberösterreicher niederschmetternde Urteil gefällt.

Es geht um sehr viel

Köllerer wurde sowohl als Spieler als auch als möglicher künftiger Trainer von der ATP-Tour ausgeschlossen, auch der Österreichische Tennisverband (ÖTV) setzte dieses Urteil um.

Zudem soll er eine Strafe in Höhe von 100.000 US-Dollar berappen. Für den Welser geht es also um sehr viel.

Allerdings geht die Bedeutung des Urteils darüber hinaus, schließlich gilt die TIU-Entscheidung und deren Folgen als weltweiter Präzedenzfall.

Drei unabhängige Schiedsrichter werden über Köllerers Fall beraten, das Verfahren findet freilich streng vertraulich statt.

Keine Stellungnahmen bis zum Urteil

Einer der beiden Anwälte von Köllerer neben Dr. Herbert Heigl, der den Fall schon lange Zeit betreut, ist der Wiener Rechtsvertreter Dr. Christian Konrad als Experte für internationale Schiedsverfahren.

Wenige Tage vor dem Prozess äußerte sich Konrad  freilich sehr vorsichtig. "Wir stehen unmittelbar vor der Verhandlung und in dieser Situation werde ich zum Prozess-Standpunkt und zu den Erfolgsaussichten nichts sagen", sagte Konrad.

Auch von Köllerer selbst bzw. dessen Manager und väterlichen Freund Manfred Nareyka gibt es bis zur Urteilsverkündung keine Stellungnahmen.

"Daniel Köllerer freut sich darauf, vor einem unabhängigen Schiedsgericht seinen Standpunkt noch einmal darlegen zu können", lautet der Kommentar Konrads dazu.

"Entscheidung mit großer Tragweite"

Das Schiedsgericht wird jedenfalls mit "hochrangigen Personen aus der Welt der Sportschiedsgerichtsbarkeit" besetzt sein, verriet der Anwalt.

Ein weiterer Hinweis darauf, wie wichtig das Urteil auch für künftige Fälle dieser Art genommen wird. "Es ist eine Entscheidung mit einer sehr großen Tragweite", bestätigte dann auch Konrad.

Ein Urteil ist für 2011 nicht mehr zu erwarten. "Wenn es vor Ende des Jahres einen Schiedsspruch geben sollte, wäre ich sehr positiv überrascht."

Unterstützung von der Familie

Köllerer hat sich mittlerweile fit gehalten und hofft auf ein Comeback im kommenden Jahr.

Der frühere Weltranglisten-55. hat sich in der Zwischenzeit im September sein linkes Handgelenk operieren lassen.

Der Jung-Vater, - er wurde Mitte Juni Papa von Töchterchen Lilli -, hat die Prozess- und Anwaltskosten dank Zuwendungen aus seiner Familie zusammengekratzt.

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