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"Wusste immer, dass ich gegen alle gewinnen kann"

Robin Haase hat das mit 450.000 Euro dotierte ATP-Tennis-Turnier in Kitzbühel gewonnen.

Der Niederländer besiegte im Finale des "bet-at-home"-Cups vor über 4.000 Fans den Spanier Albert Montanes nach zwei Stunden Spielzeit mit 6:4, 4:6, 6:1.

Es war der erste ATP-Turniersieg für den 24-jährigen Haase. Die Nummer 53 der Weltrangliste kassierte für den Sieg nicht nur 250 ATP-Punkte sondern auch einen Scheck über 72.600 Euro.

Umkämpfter Auftakt

Der erste Satz war hartumkämpft und dauerte 52 Minuten, ehe ihn Haase mit 6:4 gewann. Im zweiten Satz riss dann das Aufschlagsspiel des 1,90 Meter großen Niederländers und nach einer Breakflut gewann Montanes 6:4.

Im Entscheidungssatz lag Haase angefeuert von vielen in Tirol urlaubenden Niederländern nach zwei Breaks bereits 5:0 vorne, ehe er mit dem eigenen Aufschlag nach zwei Stunden den zweiten Matchball verwandelte.

Von Nervosität keine Spur

"Im ersten Satz habe ich nicht gut gespielt, hätte auch schon 0:5 hinten liegen können, im zweiten hatte ich etwas Pech, aber im dritten Satz habe ich dann wirklich gutes Tennis gespielt", analysierte Haase die Partie.

"Ich wusste immer, dass ich bei solchen Turnieren gegen alle gewinnen kann, jetzt habe ich es endlich auch gezeigt." Nervös sei er jedenfalls weder vor dem Spiel, noch beim Matchball gewesen.

Gefeiert wird später

Gefeiert wurde in Kitzbühel aber nicht mehr. Haase reiste sofort weiter nach Halle in Deutschland, wo er am Sonntag in der deutschen Bundesliga mit seiner Mannschaft antreten wird.

"Das letzte Spiel der Meisterschaft, da werden wir am Abend einige Bier aufmachen und auch den Kitzbühel-Sieg feiern", kündigte Haase an.

Der Niederländer will jetzt vorerst einmal entspannen, verzichtet auf die Turniere in Montreal (CAN) und Cincinnati (USA) und wird daher als Vorbereitung auf die US-Open nur ein Hartplatz Turnier spielen.

Doppelte Premiere

Auf dem Weg ins Finale hatte sich Haase gegen Potito Starace (ITA), Feliciano Lopez (ESP), Andreas Seppi (ITA) und den brasilianischen Qualifikanten Joao Souza durchgesetzt.

Für Haase war es der größte Erfolg in seiner Karriere. Sein bisheriger Höhepunkt war das Erreichen des Semifinales in Amersfoort (NED) 2007.

Auf der Challenger-Tour gewann er bisher alle acht Finale, in denen er stand. Gleichzeitig war es der erste Sieg eines Niederländers in der 67-jährigen Kitzbüheler Turniergeschichte.

Thriller im Doppel-Finale

Im Doppel gab es ein Marathonmatch. Daniele Bracciali und Santiago Gonzalez (ITA/MEX), als Nummer vier gesetzt, schlugen die brasilianische Paarung Franco Ferreiro/Andre Sa 7:6(1),4:6,11:9.

Die drei Österreicher Thomas Muster, Dominic Thiem und Andreas Haider-Maurer waren im Einzel bereits in der ersten Runde ausgeschieden.

Der Wiener Alexander Peya hatte mit seinem deutschen Partner Christopher Kas zumindest den Einzug in die zweite Doppel-Runde geschafft.

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