Tsonga düpiert Federer in Montreal

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Jo-Wilfried Tsonga hat Roger Federer eine weitere Enttäuschung zugefügt. Knapp sechs Wochen nach seinem Fünfsatz-Sieg im Viertelfinale von Wimbledon setzte sich der 26-jährige Franzose beim ATP-Masters von Montreal erneut gegen den Schweizer durch.

Tsonga gewann am Donnerstag nach 2:15 Stunden im Achtelfinale mit 7:6(3),4:6,6:1 gegen Federer. Sein nächster Gegner in der Runde der letzten Acht ist der spanische Tennisprofi Nicolas Almagro.

Für Federer keine Überraschung

Federer, der das Hartplatzturnier zweimal gewonnen hatte, konnte im ersten Durchgang einen Satzball nicht nutzen.

Im entscheidenden dritten Satz war der Grand-Slam-Rekordsieger dann chancenlos. Vor dem Weltranglisten-Dritten war in Montreal auch dessen spanischer Dauerrivale Rafael Nadal gegen den Kroaten Ivan Dodig gescheitert.

"Er hat mich in Wimbledon geschlagen, also weiß ich nicht, wie groß die Überraschung überhaupt ist", sagte Federer.

Federer fehlt das Selbstvertrauen

Federer verlässt damit Montreal unerwartet früh und mit einigen ungelösten Fragen.

Das Auftaktspiel gegen Vasek Pospisil (ATP 155) war nur bedingt aufschlussreich, gegen Tsonga fehlten die Konstanz und in einigen Phasen auch das Selbstvertrauen.

In der Weltrangliste wird Federer weiter Terrain auf seine Hauptkonkurrenten Novak Djokovic und Rafael Nadal einbüßen, da ihm als Vorjahresfinalist 510 Punkte aus der Wertung fallen.

Djokovic souverän

Federer steht auch in der kommenden Woche in Cincinnati unter Druck: Im US-Bundesstaat Ohio ist er Titelverteidiger.

Branchenprimus Djokovic wurde indes seiner Favoritenrolle bisher gerecht.

Der Serbe entledigte sich seiner Achtelfinalhürde Marin Cilic (CRO) mit 7:5,6:2, feierte damit seinen 50. Saisonerfolg bei einer Niederlage und muss sich nun mit Gael Monfils (FRA) auseinandersetzen, der Viktor Troicki (SRB-12) mit 3:6,7:6(0),7:6(5) in die Schranken wies.

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