Miami-Titel gibt Kraft für die Sandplatz-Saison

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Mit seinem dritten Miami-Titel befindet sich Novak Djokovic in guter Gesellschaft.

Nach den beiden US-Superstars Pete Sampras und Andre Agassi ist der 24-jährige Serbe erst der dritte Spieler auf der ATP-Tour, dem dieses Kunststück gelang (Miami-Siegerliste).

Im Endspiel wies er am Sonntag den Schotten Andy Murray mit 6:1, 7:6 (4) in die Grenzen.

Djokovic ist der erste Spieler seit Roger Federer (2005 und 2006) der seinen Titel in Miami verteidigen konnte.

"Spiele einfach gerne hier"

"Jeder Titel ist groß und ist viel wert", meinte Djokovic nach der 2:18 Stunden dauernden Partie bei der anschließenden Pressekonferenz.

"Ich habe hier jetzt drei Mal gewonnen. Das zeigt wohl am besten, wie wohl ich mich in Miami fühle. Ich spiele einfach gerne hier und liebe die Leute."

"Schon in den vergangenen Jahren habe ich richtig gut gespielt. Dieser Sieg gibt mir viel Selbstvertrauen für die Sandplatz-Saison."

Djokovic zieht mit Sampras gleich

Für Djokovic war es der 30. Titel bzw. der bereits elfte Sieg bei einem Turnier der ATP-1000-Kategorie. Damit zieht er auch in dieser Statistik mit Pete Sampras gleich, der in der ewigen Bestenliste hinter Roger Federer, Rafael Nadal und Andre Agassi den vierten Platz einnimmt (ATP-1000-Turnier-Statistik).

"Ich bin Nummer eins und hatte 2011 das beste Jahr meiner Karriere. Dadurch habe ich das Gefühl, dass ich derzeit das beste Tennis spiele, das ich jemals gespielt habe", sieht Djokovic seine mentale Stärke als derzeit größten Vorteil an.

"Der Wettbewerb wird immer größer"

"Das muss ich so gut wie möglich ausnützen. Der Wettbewerb wird immer größer, da jeder Spieler sehr professionell ist. Einen Titel zu gewinnen, wird immer schwieriger. Aber ich bin bereit für diese Herausforderung!"

Für Murray war es nach der hauchdünnen Fünf-Satz-Niederlage im Halbfinale der Australian Open die zweite bittere Pleite gegen Djokovic in dieser Saison. Vor wenigen Wochen in Dubai hatte noch der Weltranglisten-Vierte das bessere Ende für sich.

Murray hadert mit seinem Return

Im Head-to-Head liegt Murray damit wieder 5:8 im Hintertreffen. "Ich habe heute nicht gut retourniert und das ist normalerweise eine meiner großen Stärken", haderte der Schotte mit seinem Rückschlag. Djokovic machte bei eigenem Aufschlag 70 Prozent der Punkte.

"Ich habe nicht wirklich in sein Service gefunden, weil ich zu viele Returns verschlagen habe. Wenn ich öfter in längere Rallies gekommen wäre, hätte es im zweiten Satz wahrscheinlich anders ausgesehen."

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