"Tennis ist in aller Munde"

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Melzer und Thiem sollen Fans in die Stadthalle locken

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Zum bereits 40. Mal wird in diesem Jahr vom 11. bis 19. Oktober in der Wr. Stadthalle Österreichs größtes Hallen-Turnier ausgetragen.

Turnierdirektor Herwig Straka ist vor dem Jubiläum mehr als zuversichtlich.

"Tennis ist wieder in aller Munde", freut sich der Steirer über gestiegene Vorverkaufszahlen bei den Erste Bank Open. "Es ist um einiges besser als im letzten Jahr."

Thiem sorgt für höhere Interesse

Der Grund für das erhöhte Interesse ist leicht erklärt: Durch den steilen Aufstieg von Youngster Dominic Thiem und weiterhin starken Leistungen von Routinier Jürgen Melzer stand der Tennis-Sport zuletzt wieder vermehrt im Mittelpunkt.

"Mit Dominic haben wir jetzt einen zweiten Spieler, der dank seinem Ranking fix im Hauptbewerb steht", hat Straka nun auch mehr Spielraum bei der Vergabe der kostbaren Wild Cards.

Gute Erinnerungen an Stadthalle

Im Mittelpunkt aus heimischer Sicht stehen in jedem Fall Melzer und Thiem. Beide Akteure sind mit dem Stadthallen-Turnier eng verbunden und auch heuer wieder am Start.

Melzer holte zwei Mal den Titel und auch der erst 20 Jahre junge Thiem hat bereits viele Erinnungen an das Traditions-Event.

"2010 habe ich hier in der Qualifikation mein erstes ATP-Turnier bestritten", kann sich Thiem noch gut an sein Debüt erinnern.

"Ein Jahr später habe ich das Erstrunden-Match gegen Thomas Muster in der ausverkauften Halle bestritten. Danach habe ich das Achtelfinale und letztes Jahr sogar das Viertelfinale erreicht."

Tsonga-Duell in guter Erinnerung

Vor allem das letztjährige Viertelfinal-Duell gegen Jo-Wilfried Tsonga ist den heimischen Tennis-Fans noch in bester Erinnerung.

Damals musste sich Thiem erst im Tiebreak des dritten Satzes hauchdünn geschlagen geben.

"Das war einer der Höhepunkte der letzten Jahre. Tsonga kommt vielleicht auch heuer wieder nach Wien. Er hat sich aber noch ein paar Tage Bedenkzeit erbeten", stellt der Turnierdirektor in Aussicht.

Verhandlungen mit Raonic und Nishikori

Die Veranstalter befinden sich zudem in Verhandlungen mit einigen anderen prominenten Namen. Fix ist zwar noch nichts, mit Wimbledon-Halbfinalist Milos Raonic oder Kei Nishikori soll es aber ganz gut aussehen.

Wobei es bei dem Japaner allerdings etwas schwierig werden könnte, da dieser naturgemäß sein Hauptaugemerk auf die in den Wochen vor Wien stattfindenden Turniere in Asien legt.

"Möglicherweise können wir ihn nur kurzfristig per Wild Card nach Wien holen", will Straka nicht allzuviel versprechen.

Superstar nicht ausgeschlossen

Ganz schwierig ist es wie gewohnt, einen der absoluten Superstars zu angeln.

Rafael Nadal und Novak Djokovic schließt Straka aus, ansonsten könnte es aber durchaus gelingen, einen der Top 5 in die östereichische Bundeshauptstadt zu locken.

Bei einem Budget von 3,5 Millionen Euro könne man allerdings kein Startgeld von über einer Million Euro für einen einzigen Spieler zahlen.

Christian Frühwald

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