Dominic Thiem triumphiert in Umag

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Österreichs Tennis-Jungstar Dominic Thiem hat nach dem verpatzten Davis-Cup-Wochenende in Kitzbühel die perfekte Antwort für seine Kritiker gefunden:

Der 21-jährige Lichtenwörther holt in Umag nach seinem Erfolg in Nizza im Mai den zweiten ATP-Titel seiner Karriere.

Im Endspiel des 250er-Sandplatz-Turniers besiegt er den Portugiesen Joao Sousa dank einer beeindruckenden Vorstellung souverän mit 6:4, 6:1.

Bei eigenem Service eine Macht, nimmt Thiem seinem Gegner im ersten Satz zum 4:3 (mit der ersten Chance) den Aufschlag ab und gestaltet den zweiten zu einer Solo-Show.

Der Schützling von Günter Bresnik zieht mit drei Breaks auf 5:0 davon und muss danach zum einzigen Mal selbst den Aufschlag abgeben.

Djokovic auf der Tribüne

Im Head-to-Head bleibt der Österreicher gegen seinen fünf Jahre älteren Kontrahenten damit auch nach dem dritten Duell ohne Niederlage.

Als Augenzeuge auf der Tribüne mit dabei ist übrigens der aktuelle Weltranglisten-Erste Novak Djokovic. Auch der frischgebackene Wimbledon-Sieger zeigt sich von der Leistung des Siegers recht angetan.

Thiem: "Ein spezieller Tag für mich"

"Es ist heute ein sehr spezieller Tag für mich", freut sich Thiem, als er den in blau gehaltenen Sieger-Pokal in Empfang nimmt.

"Das liegt schon alleine daran, weil uns heute mit Novak Djokovic der derzeit beste Spieler der Welt zugeschaut hat. Normalerweise unterhält er uns mit großartigem Tennis. Aber auch Joao hat in dieser Woche stark gespielt. Er hat einige harte Matches hinter sich", erweist der ÖTV-Athlet seinem Finalgegner alle Ehre.

Sousa, der weiterhin bei einem ATP-Titel (Kuala Lumpur 2013) hält zieht selbst den Hut vor der beeindruckenden Leistung des Österreichers: "Domi hat heute wirklich sehr gut gespielt. Er war auf jeden Fall der bessere Spieler an diesem Abend."

In den Fußstapfen von Muster

Für Thiem hat der Titelgewinn aber auch noch aus einem anderen Grund eine besondere Bedeutung: "Ich habe hier schon oft als Junior gespielt. Deshalb ist dieser Sieg etwas ganz Besonderes für mich."

"Zudem haben mich in der ganzen Woche sehr viele österreichische Fans unterstützt, bei denen ich mich auf diesem Weg bedanken möchte."

Thiem tritt damit außerdem in die Fußstapfen der rot-weiß-roten Tennis-Legende Thomas Muster, der in der kroatischen Hafenstadt insgesamt drei Mal triumphierte (1992, 1993 und 1995).

Im Turnierverlauf profitierte Thiem nach seinem Freilos in Runde eins von Aufgaben seiner Gegner Lajovic und Andreas Haider-Maurer, ehe er am Samstag den topgesetzten Franzosen Gael Monfils eliminierte.

Thiem schraubt Career High in die Höhe

Im ATP-Ranking schraubt er sein Career High weiter in die Höhe und wird sich am Montag zumindest auf den 22. Platz verbessern.

Außerdem darf sich der Schützling von Günter Bresnik über einen Siegerscheck über 80.000 Euro freuen. Damit übersprang der Daviscupper beim Karriere-Preisgeld die Marke von 1,5 Millionen Dollar (1,548).

Freilos in Gstaad

Nächste Woche hat Thiem zum Auftakt des mit 494.310 Euro dotierten Sandplatz-Turniers in Gstaad ein Freilos.

In Runde zwei trifft er dann auf den Sieger der Partie Marco Chiudinelli (SUI) - Federico Delbonis (ARG).

Sein niederösterreichischer Landsmann Andreas Haider-Maurer spielt in Hamburg, wo er in der ersten Runde auf den Tschechen Jiri Vesely trifft. Bei einem Sieg wartet voraussichtlich Topfavorit Rafael Nadal aus Spanien.


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