Thiem gewinnt in Rotterdam erneut gegen Gulbis

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Dominic Thiem sorgte in Rotterdam für den im österreichischen Tennis dringend nötigen Lichtblick:

Der 21-jährige Niederösterreicher ließ am Montag dem Weltranglisten-13. Ernests Gulbis aus Lettland nicht viele Möglichkeiten und setzte sich gegen seinen "Stallkollegen" nach 70 Minuten glatt mit 6:4,6:2 durch.

Thiem trifft nun entweder auf Marcel Granollers (ESP) oder Sergij Stachowskij (UKR).

2:1-Führung im Head-to-Head

Österreichs Nummer 1 kennt seinen Trainingspartner bei Coach Günter Bresnik freilich sehr gut und er nützte das gegen den beim mit 1,6 Mio. Euro dotierten ATP-500-Turnier als Nummer sechs gesetzten Gulbis auch ausgezeichnet.

Thiem stellte damit im Head-to-Head gegen den vier Jahre älteren Lettenauf 2:1.

Das bis dato einzige Match auf ATP-Tour-Level hatte Thiem im Vorjahr in der zweiten Runde der US Open ebenfalls gewonnen, als er einen 0:2-Satzrückstand noch in einen Fünf-Satz-Sieg verwandelt hatte und später in sein erstes Major-Achtelfinale eingezogen war.

Frühes Break im ersten Satz

Ein frühes Break im ersten Satz führte Thiem schnell auf den Weg zu seinem ersten Saisonsieg.

Nach 39 Minuten hatte er das 6:4 in der Tasche. Im zweiten Durchgang gelang es Thiem, den Aufschlag von Gulbis zum 2:1 und 4:1 zu durchbrechen.

"Ich bin sehr zufrieden mit meinem Spiel heute, Service und Return waren solide",erklärte Thiem auf seiner Facebook-Seite.

"Schwalbe macht noch keinen Frühling"

Während Thiem also endlich angeschrieben hat, bilanziert Gulbis nun bei drei Auftakt-Niederlagen in drei Saison-Turnieren.

"Der Sieg heute hat mir viel bedeutet, doch macht eine Schwalbe noch keinen Frühling. Jetzt heißt es weiter trainieren und Matches gewinnen, um wichtige Punkte zu sammeln und im Ranking wieder hinauf zu klettern."

Knappe Niederlage im Vorjahr gegen Murray

Die Saison hatte auch für Thiem alles andere als vielversprechend begonnen. Nach einer Absage für das ATP-Turnier in Doha wegen einer Verkühlung sowie Auftakt-Niederlagen in Auckland sowie bei den Australian Open ist dieser Erfolg wichtig für das Selbstvertrauen des Lichtenwörthers.

Die Hafenstadt Rotterdam scheint für Thiem auch ein guter Boden zu sein.

Im Vorjahr hatte er aus der Qualifikation heraus ebenfalls das Achtelfinale erreicht und in diesem Topstar Andy Murray einen sehenswerten Kampf geliefert. Der Schotte hatte sich damals knapp mit 6:4,3:6,6:3 durchgesetzt.

Granollers ist ein Lieblings-Gegner

Dem Weltranglisten-47. muss jedenfalls auch vor seinem nächsten Gegner nicht bange werden.

Gegen Granollers, der vergangene Woche in Zagreb Jürgen Melzer in der ersten Runde ausgeschaltet hatte, hat Thiem sogar schon eine 3:0-Bilanz (alle Siege 2014) stehen, gegen Stakhovsky hat er bisher noch nie gespielt.

Der Achtelfinal-Gegner wird erst am Dienstag ermittelt, im Einzel ist Thiem damit nicht vor Mittwoch wieder im Einsatz.

Allerdings spielt der Niederösterreicher mit Lukas Rosol (CZE) auch Doppel, ebenso wie der in der Qualifikation ausgeschiedene Jürgen Melzer (mit Philipp Kohlschreiber/GER).

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