ATP-Tour 2011 - Zahlen, Daten, Fakten

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Das Tennis-Jahr 2011 liegt nach dem Davis-Cup-Endspiel am Wochenende endgültig hinter uns.

Mit dem sechsten Sieg von Roger Federer beim World Tour Finale in London gab es vor zwei Wochen sogar noch eine historische Bestmarke zu feiern.

Für den 30-jährigen Schweizer war es nach Basel und Paris-Bercy der bereits dritte Turniersieg in Folge.

Damit fand die Saison ein schlussendlich noch mehr als versöhnliches Ende für den Eidgenossen. Hinter Novak Djokovic und Rafael Nadal beendet Federer das Jahr auf Platz drei.

Offizielle Jahres-Statistiken der ATP

Doch die ATP hat mehr zu bieten, als ihre wöchentlich aktualisierte Weltrangliste.

LAOLA1 hat die interessantesten Kategorien der offziellen Jahres-Statistiken herausgesucht und wissenswerte Fakten herausgefunden.

Tsonga schoss die meisten Asse

Bei den Assen ist beispielsweise Wien-Sieger Jo-Wilfried Tsonga mit 825 Stück ganz vorne zu finden.

Der Franzose verweist Aufschlag-Kanonier John Isner mit 14 Assen Vorsprung auf Platz zwei.

Unglaublicher Ivo Karlovic

Der US-Amerikaner bestritt mit 57 Matches allerdings 22 Partien weniger als Tsonga.

Beeindruckend agierte auch Ivo Karlovic: Der 2,16-Meter-Gigant aus Kroatien spielte zwar nur 37 Spiele auf der Tour, servierte dabei aber unglaubliche 632 Asse. Das sind 17 Stück pro Match und damit durchschnittlich drei mehr als Isner.

Österreichs Nummer eins kann mit derartigen Werten nicht ganz mithalten: Mit 207 Assen in 45 Matches klassiert er sich in der Jahresenderwertung aber immerhin auf Rang 45.

Asse sind jedoch nicht alles. Viel wichtiger ist, dass ein Spieler sein Gegenüber mit konstant guten Aufschlägen unter Druck setzt, um nicht der Gefahr eines Breaks ausgesetzt zu sein.

Am stabilsten erwies sich in dieser Hinsicht John Isner. 91 Prozent seiner Aufschlaggames brachte er im Jahr 2011 durch.

An diesem Wert biss sich selbst ein Roger Federer die Zähne aus, der mit 90 Prozent aber ebenfalls eine ausgezeichnete Aufschlag-Performance vorweisen kann.

Raonic beweist sein Potenzial

Schon auf Platz drei ist Ausnahme-Talent Milos Raonic zu finden. Der 20-jährige Kanadier gilt schon seit einiger Zeit als kommender Superstar. 530 seiner 601 Aufschlaggames brachte er durch.

Immerhin auf Position 37 kann sich Jürgen Melzer platzieren. Durschnittlich bringt der Deutsch-Wagramer vier von fünf Aufschlag-Games durch.

Platz

Spieler

Anzahl

Matches

1.

Jo-Wilfried Tsonga (FRA)

825

79

2.

John Isner (USA)

811

57

3.

Feliciano Lopez (ESP)

734

62

4.

Kevin Anderson (RSA)

719

69

5.

Milos Raonic (CAN)

637

50

6.

Ivo Karlovic (CRO)

632

37

7.

Andy Roddick (USA

567

50

8.

Alexandr Dolgopolov (UKR)

559

67

9.

Nicolas Almagro (ESP)

546

70

10.

Roger Federer (SUI)

504

76

45.

<span style=\'color: #ff0000;\'>Jürgen Melzer (AUT)

207

45

Juan Martin del Potro hat nicht nur gewisse Ähnlichkeiten mit Comic-Held Wolverine, der Argentinier scheint auch selbst ein cooler Hund zu sein.

Kein anderer Spieler wehrt soviele Breakbälle ab, wie der 23-jährige Argentinier. Zwei von drei Breakchancen seiner Gegner kann del Potro zunichte machen.

Weniger nervenstark präsentiert sich in dieser Hinsicht Jürgen Melzer: Österreichs Nummer eins kommt nur auf 58 Prozent abgewehrte Breakbälle. Damit belegt er im Jahres-Ranking nur Platz 46.

Platz

Spieler

Gew. Games

Gesp. Games

%

Matches

1.

John Isner (USA)

711

784

91

57

2.

Roger Federer (SUI)

810

904

90

76

3.

Milos Raonic (CAN)

530

601

88

50

4.

Juan Martin del Potro (ARG)

618

701

88

64

5.

Andy Roddick (USA)

496

573

87

50

6.

Jo-Wilfried Tsonga (FRA)

864

999

86

79

7.

Novak Djokovic (SRB)

777

899

86

79

8.

Kevin Anderson (RSA)

701

818

86

69

9.

Feliciano Lopez (ESP)

670

783

86

62

10.

Tomas Berdych (CZE)

705

831

85

76

37.

<span style=\'color: #ff0000;\'>Jürgen Melzer (AUT)

387

499

78

45

Wie im Fußball muss man auch im Tennis seine Chancen nützen. Am kaltblütigsten präsentierte sich in dieser Saison Xavier Malisse. Beinahe jeden zweiten Breakball konnte der Belgier auch verwerten. Mit 48 Prozentpunkten findet sich Novak Djokovic schon auf Platz zwei. Rafael Nadal hat als Dritter schon nur mehr eine 46-prozentige Erfolgsquote. Jürgen Melzer kann immerhin 40 Prozent seiner Breakbälle nützen.

Platz

Spieler

Abgew. Breakbälle

Prozentsatz

Matches

1.

Juan Martin del Potro (ARG)

166/249

67 %

64

2.

Feliciano Lopez (ESP)

224/337

66 %

62

3.

John Isner (USA)

144/217

66 %

57

4.

Milos Raonic (CAN)

139/210

66 %

50

5.

Kevin Anderson (RSA)

228/345

66 %

69

6.

Jo-Wilfried Tsonga (FRA)

261/396

66 %

79

7.

Novak Djokovic (SRB)

229/351

65 %

76

8.

David Ferrer (ESP)

277/425

65 %

76

9.

Roger Federer (SUI)

173/267

65 %

76

10.

Philipp Kohlschreiber (GER)

231/357

65 %

58

46.

<span style=\'color: #ff0000;\'>Jürgen Melzer (AUT)

155/267

58 %

45

Novak Djokovic hat in dieser Saison so einiges erreicht. Richtig beeindruckend ist aber auch seine Bilanz bei gewonnenen Return-Games. Unglaubliche 39 Prozent seiner als Rückschläger gespielten Games konnte der serbische Superstar für sich entscheiden. Der als Ausnahme-Rückschläger bekannte Andy Murray kommt dagegen "nur" auf 36 Prozent. Zum Vergleich: Jürgen Melzer gewinnt etwas mehr als jedes vierte Aufschlag-Game seiner Gegner und ist damit immer noch der 19.-beste Spieler in dieser Statistik.

Platz

Spieler

Verw. Breakbälle

Prozentsatz

Matches

1.

Xavier Malisse (BEL)

146/301

49 %

50

2.

Novak Djokovic (SRB)

334/692

48 %

76

3.

Rafael Nadal (ESP)

328/706

46 %

82

4.

Fabio Fognini (ITA)

176/383

46 %

52

5.

Juan Ignacio Chela (ARG)

204/445

46 %

53

6.

Andy Murray (GBR)

292/637

46 %

69

7.

David Ferrer (ESP)

287/627

46 %

77

8.

Florian Mayer (GER)

212/465

46 %

71

9.

Robin Söderling (SWE)

154/338

46 %

47

10.

Juan Martin del Potro (ARG)

181/402

45 %

64

38.

<span style=\'color: #ff0000;\'>Jürgen Melzer (AUT)

131/325

40 %

45

Platz

Spieler

Gew. Return-Games

Prozentsatz

Matches

1.

Novak Djokovic (SRB)

334/860

39 %

76

2.

Andy Murray (GBR)

292/809

36 %

69

3.

Rafael Nadal (ESP)

328/951

34 %

82

4.

David Ferrer (ESP)

287/877

33 %

77

5.

Juan Ignacio Chela (ARG)

204/646

32 %

53

6.

Juan Monaco (ARG)

182/624

29 %

57

7.

Fabio Fognini (ITA)

176/606

29 %

52

8.

Nikolay Davydenko (RUS)

162/565

29 %

50

9.

Gilles Simon (FRA)

228/806

28 %

66

10.

Janko Tipsarevic (SRB)

233/830

28 %

80

19.

<span style=\'color: #ff0000;\'>Jürgen Melzer (AUT)

131/506

26 %

45

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