Haider-Maurer gegen Kyrgios auf verlorenem Posten

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Sieg und Niederlage für Österreichs Vertreter beim ATP-Masters-1000 in Shanghai.

Dominic Thiem feiert zum Auftakt des mit 4,783 Mio. Dollar dotierten Hartplatz-Turniers einen 6:3,6:3-Erfolg über Yen-Hsun Lu aus Taiwan.

Qualifikant hält gut mit

Dabei verläuft die Partie enger, als es das Ergebnis vermuten lässt.

Im ersten Satz hält der Qualifikant bis 3:3 gut mit, erspielt sich sogar einen Breakball, ehe dem Weltranglisten-91. bei Thiems erster Breakchance ein Doppelfehler unterläuft. Beim Stand von 5:3 wehrt sich Lu lange gegen den zweiten Service-Verlust. Am Ende verwertet Thiem aber seinen vierten Satzball mit einem sensationellen Passierball aus der Bedrängnis.

Im zweiten Durchgang schafft der Niederösterreicher das schnelle Break zum 3:1. In Folge hat Lu zwei Mal die Chance auf das Rebreak. Mit einem Service-Winner verwandelt Thiem, im aktuellen ATP-Ranking auf Platz 18, nach 1:18 Stunden seinen zweiten Matchball.

"Gutes Match gespielt"

Der dreifache Saisonsieger ist entsprechend zufrieden. "Ich habe ein gutes Match gespielt, sehr gut serviert und so auch im zweiten Satz einige Breakbälle abgewehrt. Das war enorm wichtig, damit ich so schnell durchgekommen bin", betont Thiem.

Der Schützling von Trainer Günter Bresnik fühlt sich auch gegen Ende der Saison noch stark und will in Shanghai noch weitere Matchpraxis vor dem Heimturnier sammeln. "Ich hoffe, dass ich so weit komme wie möglich und dann nächste Woche in Wien meinen Formhöhepunkt erreiche."

Duell mit Djokovic möglich

In der 2. Runde des Hartplatz-Turniers trifft Thiem auf Feliciano Lopez (ESP-15), der gegen Andrey Kuznetsov (RUS-Q) 6:4, 7:6(3) gewinnt.

Die drei bisher ausgetragenen Duelle hat Thiem für sich entscheiden können.

Im Achtelfinale könnte es zum Aufeinandertreffen mit Novak Djokovic kommen. Der topgesetzte Serbe trifft nach einem Freilos auf den Slowaken Martin Klizan.

Haider-Maurer chancenlos

Für Andreas Haider-Maurer ist das Masters hingegen nach der 1. Runde vorbei. Der Wahl-Tiroler unterliegt Nick Kyrgios glatt in zwei Sätzen 3:6 und 2:6.

Während der Österreicher keine seiner fünf Breakchancen nutzen kann, nimmt ihm der in allen Belangen überlegene Australier vier Mal den Aufschlag ab.

Nach zwei vergebenen Möglichkeiten im ersten Satz, lässt Haider-Maurer im zweiten gleich zu Beginn drei Breakchancen aus. Wie so oft befreit sich Kyrgios mit seinem starken Service aus einer brenzligen Situation und schafft mit seinem 9. Ass das 1:0.

Verpatzte Generalprobe

Auch Haider-Maurer muss um sein erstes Service-Game hart kämpfen. Trotz 40:0-Führung sieht er sich mit einem Breakball konfrontiert ehe er auf 1:1 stellen kann.

Mitte des Satzes fällt die Vorentscheidung: Bei 2:3 kann der Niederösterreicher erneut zwei Breakbälle abwehren, ehe Kyrgios seine dritte Chance nutzt und auf 4:2 stellt.

Nach 1:05 Stunden verwertet der Weltranglisten-32. bei Service Haider-Maurer seinen ersten Matchball zum Sieg.

"Er hat sehr gut gespielt, vor allem sehr gut aufgeschlagen, speziell bei den wichtigen Punkten", erklärt Haider-Maurer. "Ich hatte aber bei keinem eine richtige Chance. Diese Punkte hätte ich gebraucht, um das Match enger gestalten zu können", meint der ÖTV-Daviscupper.

Für den Österreicher geht es nun zurück nach Wien, wo er in der kommenden Woche - wie Thiem - bei den Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle aufschlagen wird.

"Da will ich noch einmal alles herausholen."

Niederlage für Peya/Soares

Alexander Peya und Bruno Soares sind ebenfalls in der 1. Runde ausgeschieden.

Das österreichisch-brasilianische Duo unterliegt Dominic Inglot/Robert Lindstedt (GBR/SWE) 4:6, 7:6(5) und 3:10.

Im zweiten Satz servieren Inglot/Lindstedt bei 5:4 bereits auf den Matchgewinn, doch Peya/Soares kämpfen sich mit ihrem ersten Break zurück ins Spiel und in Folge ins Tiebreak. In der Entscheidung kann das Duo einen schnellen 0:6-Rückstand jedoch nicht mehr aufholen.

Damit ist Österreich auch im Doppel nur mehr mit Dominic Thiem vertreten.  Gemeinsam mit dem Belgier David Goffin spielt er zum Auftakt gegen die Chinesen Di Wu/Zhizhen Zhang.

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