Peya nutzt die Partner-Börse

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Peya gibt Trennung von Bruno Soares bekannt

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Kurz nach dem gemeinsamen Erstrunden-Sieg bei den Erste Bank Open in der Wr. Stadthalle gab Alexander Peya die Trennung von seinem bisherigen Partner Bruno Soares bekannt.

„Wir haben uns schon geschieden. Es ist offensichtlich, dass die bisherige Saison nicht so überragend war, wie wir sie uns vorgestellt haben. Wir sind jetzt auf Abschieds-Tournee“, verrät der 35-jährige Wiener.

Die beiden US-Open-Finalisten von 2013 liegen nach einem durchwachsenen Jahr vorerst nur auf Rang 10 im ATP-Race und werden voraussichtlich die angepeilte Teilnahme beim Tour-Finale der besten acht Doppel-Paare in London verpassen.

Peya spielt 2016 mit Petzschner

„Die Chancen auf das Masters sind sehr gering“, macht sich Peya keine großen Hoffnungen mehr. „Dafür müssten wir viele Matches am Stück gewinnen und das ist uns heuer noch nicht wirklich gelungen.“ Rang neun wäre allerdings noch realistisch. Damit würde man in London den Status eines Ersatz-Teams einnehmen. „Und dann können wir bei einer Absage natürlich noch reinrutschen.“

Beide Spieler wissen schon, mit wem sie in der kommenden Saison auf Punktejagd gehen werden. Peya spielt mit dem Deutschen Philipp Petzschner. Soares wird mit dem Briten Jamie Murray ein Duo bilden.

Melzers Standardpartner

Petzschner ist heimischen Tennis-Fans gut bekannt, gewann er doch mit Jürgen Melzer die Grand-Slam-Turniere in Wimbledon und bei den US Open. Melzer wollte sich 2016 aber auf das Einzel konzentrieren. Zudem steht wegen komplizierter Schulter-Probleme sogar ein Fragezeichen hinter der Fortsetzung seiner Karriere.

„Jürgen hat derzeit wohl andere Sorgen. Deshalb wird er kein Problem damit haben, wenn er mir seinen Standardpartner abtritt“, meinte Peya auf die Frage, ob Melzer mit dieser Entscheidung glücklich sei.

Petzsche ist kein Unbekannter

Dass es mit Petzschner wieder besser laufen könnte, hält Peya, der noch ohne Grand-Slam-Titel ist, für durchaus möglich: „Wir kennen uns schon sehr lange und haben schon früher gemeinsam gespielt und trainiert. Er ist ein ausgezeichneter Tennis-Spieler, der heuer trotz seines schlechten Rankings wegen einer langen Verletzungspause im Wimbledon-Halbfinale stand.“

Bis Indian Wells im März hätten die beiden Zeit, wichtige Punkte für die Weltrangliste zu sammeln, „damit wir bei den großen Turnieren reinkommen.“ Derzeit liegt Peya auf Position 29, Petzschner auf Rang 57. Der Österreicher hat in den ersten Monaten des Jahres nur wenig Punkte zu verteidigen.

„Keine Panikreaktion“

Die Trennung von Soares sei auf jeden Fall „keine Panikreaktion“. Die beiden haben die gemeinsame Entscheidung schon vor wenigen Wochen vor dem ATP-Turnier in Tokio getroffen.

„Wir haben nach wie vor ein gutes Verhältnis und verstehen uns immer noch sehr gut“, so Peya, der elf seiner insgesamt 13 Doppel-Titel mit dem Brasilianer gewann.

An Auswirkungen auf eine mögliche Olympia-Teilnahme in Rio denkt Peya noch nicht. „Dazu ist es noch zu früh.“

Man müsse sich erst anschauen, wer wo im Ranking steht. "Da gibt es andere Prioritäten, auch wenn es ein großes Ziel ist“, so Peya, der sich diesbezüglich auch mit Dominic Thiem zusammensetzen will. „Ich weiß noch nicht, was er geplant hat.“
 

Christian Frühwald

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