Haider-Maurer beißt sich an Djokovic die Zähne aus

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Andreas Haider-Maurer bleibt im Achtelfinale des mit 3,28 Millionen Euro dotierten ATP-1000-Turniers von Monte Carlo die große Sensation versagt.

Österreichs Nummer 2 ist beim 4:6, 0:6 gegen die Nummer 1 der Welt, Novak Djokovic, chancenlos.

Dem Serben reicht ein schnelles Break, um ohne großen Aufwand Satz 1 zu gewinnen.

In Durchgang zwei nimmt er dem Niederösterreicher den Aufschlag zum 1:0, 3:0 und 5:0 ab.

Djokovic trifft nun auf Marin Cilic (CRO-8), der Jo-Wilfried Tsonga (FRA) 6:3,7:6 schlägt.

Zu viel Respekt

Für Haider-Maurer, der sich binnen kürzester Zeit in die Top 100 und als Nummer 52 der Welt zu einem absoluten Top-50-Kandidaten mauserte, war es das erste Duell mit dem serbischen Ausnahmekönner.

AHM startet mit einem Doppelfehler in die Partie und muss die ersten zwei Games ohne große Gegenwehr abgeben.

Djokovic spielt abwartend, ohne viel Nachdruck und ohne sein bestes Tennis aufbieten zu müssen.

Der Groß-Gerungser hingegen findet mit Fortlauf der Partie besser hinein und kann sich mit einem 4:6 und nur einem Break zufrieden schätzen.

Keine Chance im zweiten Satz

Anders läuft es im zweiten Satz. Djokovic zeigt von Anfang an, dass er die Partie schnell in trockene Tücher bringen will.

Haider-Maurer bringt sein Service kein einziges Mal durch und muss sich dem Druck der Nummer eins der Welt mit 0:6 beugen.

Trotzdem kann sich AHM mit dem jüngsten Erfolgslauf zufrieden schätzen. Die Siege gegen die besser platzierten Ernests Gulbis (LAT-13) und Bernard Tomic (AUS) bringen den Davis-Cupper auch im Ranking weiter.

Mit 90 gesammelten Punkte wird der 28-Jährige am Montag erstmals unter den Top 50 im ATP-Ranking aufscheinen.

Djokovic seit 14 Spielen ungeschlagen

Haider-Maurer ist allerdings nicht der einzige, der gegen Djokovic in dieser Saison nichts zu melden hat.

Für den Serben ist es nach seinen Triumphen in Indian Wells und Miami bereits der 14. Sieg in Folge.

Überhaupt musste sich der Führende der ATP-Weltrangliste in diesem Jahr erst zwei Mal geschlagen geben und weist eine Bilanz von 26:2 auf.

Einen Tag, nachdem er mit dem Laureus Sports Award zum Weltsportler des Jahres gewählt wurde, bahnte sich "Nole" den Weg ins Monte-Carlo-Viertelfinale.

"Ich habe dieses Jahr schon viele Matches gespielt, deshalb glaube ich nicht, dass mir der Spielrhythmus fehlt. Ich bin überzeugt von mir, weil ich dieses Jahr schon viele Matches gewonnen habe", sagte Djokovic. Mit Marin Cilic warte nun ein Grand-Slam-Turnier-Sieger, der sein bestes Tennis spiele. "Ich freue mich auf die Herausforderung. Klarerweise wird es jetzt schwieriger", weiß der Serbe.

Übersteht er nun die Hürde Cilic könnte es bereits im Semifinale zum Duell mit Monte-Carlo-Spezialist Nadal kommen.

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