Thiem nach Goffin-Aufgabe im Marseille-Viertelfinale

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Zwei Österreicher im Viertelfinale auf der ATP-Tour in der gleichen Turnierwoche - das hat es schon länger nicht mehr gegeben.

Nach Andreas Haider-Maurer am Vortag in Rio de Janeiro hat auch Dominic Thiem in Marseille die Runde der letzten acht erreicht.

Österreichs Nummer eins profitierte am Donnerstag allerdings von der Aufgabe seines Gegners, David Goffin (BEL-6), beim Stand von 5:1 für Thiem.

Nicht ganz nach Thiems Geschmack

Für Thiem bedeutet dies den größten Erfolg seit seinem Achtelfinal-Einzug bei den US Open in New York und das erste Viertelfinale seit dem Endspiel von Kitzbühel, das er gegen Goffin verloren hatte.

Es ist nach Kitzbühel (2013, 2014) und Wien (2013) überhaupt erst sein viertes Viertelfinale auf der ATP-Tour und das erste außerhalb von Österreich.

Der erste Sieg nach vier Niederlagen gegen Goffin kam allerdings nicht nach dem Geschmack des Lichtenwörthers zustande.

Der offensichtlich physisch beeinträchtigte, regierende Kitzbühel-Champion musste nach dem zweiten Serviceverlust zum 1:5 seinen Schmerzen Tribut zollen, er gab wegen Rückenbeschwerden auf.

Thiem glaubt an Rippenverletzung

"Ich glaube, dass sich David beim Einschlagen an den Rippen verletzt hat, weshalb es dann schon so früh zu Ende war", ließ Thiem via Facebook verlauten.

"Es tut mir leid für ihn, nichtsdestotrotz blicke ich erfreut und ausgeruht Richtung Viertelfinale", meinte er kurz vor seinem Doppel-Einsatz an der Seite von Lukas Rosol.

Auch diesen gestaltete Thiem überaus erfolgreich: Das Duo setzte sich gegen die  Andrey Golubev (KAZ)/ Denis Istomin (UZB) in 1:24 Stunden Spielzeit mit 4:6, 6:4 und 10:8 durch.

Gegen seinen Melbourne-Bezwinger

Thiem trifft nun am Freitag auf den als Nummer vier gesetzten Spanier Roberto Bautista Agut.

Im bisher einzigen Duell mit dem Weltranglisten-16. hatte sich Österreichs Nummer eins in der ersten Runde der Australian Open in Melbourne vor etwas mehr als vier Wochen nach gewonnenem ersten Durchgang in vier Sätzen beugen müssen.

Sollte sich Thiem durchsetzen können, winkt ihm ein Halbfinale gegen Simone Bolelli (ITA), der Milos Raonic schlug, oder Gael Monfils (FRA-7).

Für den Schützling von Günter Bresnik hat sich der Trip nach Marseille jedenfalls schon ausgezahlt. Allein das Viertelfinale bringt ihm 45 Punkte und 16.730 Euro Preisgeld.

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