Murray triumphiert in Madrid

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"Eines der härtesten Dinge, Rafa auf Sand zu schlagen"

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Zehn Jahre hat Olympiasieger Andy Murray auf seinen ersten ATP-Titel auf Sandplatz gewartet - und dann gewinnt er innerhalb von sechs Tagen die Finali in München und beim Masters-1000-Turnier in Madrid.

Der Weltranglisten-Dritte fegte am Sonntag überraschend den schwächelnden Sandplatz-König Rafael Nadal mit 6:3,6:2 in 88 Minuten vom Court und freute sich über seinen insgesamt 33. Turnier-Sieg.

Murray stoppte damit den zuletzt gezeigten Aufwärtstrend des neunfachen French-Open-Siegers. Es war der erste Sieg des 27-jährigen Schotten auf Asche gegen Nadal überhaupt und er verkürzte in direkten Begegnungen auf 6:15.

Roland Garros im Visier

Murray ist seit 11. April mit seiner Langzeit-Freundin Kim Sears verheiratet - und hat seither offenbar auch seine Liebe zum Sand gefunden. Der 1,90 m große Brite geht nun mit einer 9:0-Bilanz in die letzten zwei Wochen bis zum zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres.

Dort wird zwar auf drei Gewinnsätze gespielt, doch dass er Durchhaltevermögen besitzt, hat er mit dem Durchmarsch bei zwei Sandturnieren en suite bewiesen.

"Gegen Rafa in Spanien zu spielen, ist extrem hart, aber das ist der Grund, warum wir Tennis spielen", sagte Murray. "Es ist eines der härtesten Dinge im Tennis, Rafa auf Sand zu schlagen", ergänzte Murray. "Ich werde versuchen, in den nächsten Wochen weiter gut zu spielen, mit Roland Garros vor der Tür."

"Ich habe ein Gefühl für das Tennis wiedergefunden"

Die überraschende und vor allem glatte Niederlage Nadals lässt diesen zwei Wochen vor Beginn "seiner" French Open wohl etwas bangen. "Natürlich war das nicht das Match, das ich spielen wollte oder so erwartet habe", sagte Nadal.

Auch wenn es nicht so toll wäre, das Turnier so zu beenden, so sei die Woche sehr positiv für ihn verlaufen. "Ich habe ein Gefühl für das Tennis wiedergefunden, das ich lange Zeit auf einem Tennis-Court nicht mehr hatte", strahlte er doch auch wieder Zuversicht aus.

Nadal hofft in Roland Garros ja auf seinen zehnten Triumph, doch die Niederlage am Sonntag war schon die vierte auf Sand in dieser Saison. So häufig verlor der Linkshänder auf diesem Belag zuletzt vor zwölf Jahren.

Nadal rutscht aus Top 5

In Rom hat er kommende Woche Gelegenheit, sich vielleicht doch noch in Paris-Form zu spielen. 26 unerzwungene Fehler in einem so kurzen Match sprachen am Sonntag Bände.

Erstmals seit zehn Jahren (2.5.2005) fällt Nadal im Ranking am Montag aus den Top 5 zurück und wird sich nur noch auf Platz sieben finden. Murray durfte sich hingegen über seinen zehnten Sieg bei einem Masters-1000-Turnier freuen: Nur Nadal (27), Roger Federer, Novak Djokovic (je 23), Andre Agassi (17) und Pete Sampras (11) haben in dieser höchsten ATP-Tour-Kategorie (nur Majors sind darüberzustellen) mehr Titel gewonnen.

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