Geballte Star-Power in Kitzbühel

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Sechs gute Gründe für einen Besuch in Kitzbühel

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Mit David Goffin hat der Titelverteidiger zwar in letzter Minute ebenso abgesagt wie einige Tage davor schon Gilles Simon, das diesjährige Starterfeld in Kitzbühel kann sich dennoch mehr als sehen lassen.

Österreichs Nummer eins Dominic Thiem führt einen extrem ausgeglichenen Raster an.

Das beweist schon der Umstand, dass es in Runde eins zwischen dem Niederländer Robin Haase und dem Argentinier Juan Monaco zu einem Duell zweier ehemaliger Kitzbühel-Sieger kommt.

Sechs Spieler, die man gesehen haben sollte

LAOLA1 stellt sechs Spieler vor, denen der begeisterte Tennis-Fan auf jeden Fall einmal auf das Racket geschaut haben sollte.

Wobei es zudem mit ingesamt fünf Österreichern und ehemaligen Größen wie Michail Youzhny einige weitere gute Gründe für einen Abstecher zum Generali Open gibt.

Dominic Thiem

Der Publikums-Magnet Nummer eins in Kitzbühel wird fraglos Dominic Thiem sein. Nachdem er vor zwei Wochen im Davis-Cup-Duell gegen die Niederlande zwei bittere Niederlagen kassierte, kommt der Vorjahres-Finalist nun mit breiter Brust in die Gamsstadt. Erst triumphierte er in Umag, nun auch noch in Gstaad. "Es fühlt sich unglaublich an"; erklärte er der "APA". In der Weltrangliste nähert er sich den Top-20, im Single Race liegt er sogar auf Platz 15. Thiem selbst hatte bereits im Vorjahr angekündigt, dass er heuer in Kitzbühel gerne einen Schritt weiter gehen würde als 2014. Es wäre der erste Heimsieg seit Thomas Muster vor 22 Jahren. "Ich werde alles rausholen", verspricht er.

Fabio Fognini

Der 28-jährige Italiener gilt als einer der launischsten Spieler auf der ATP-Tour. Auf Sand gehört er allerdings auch zu den besten der Welt. Das bewies der für seine Konter- und Vorhandschläge bekannte Rechtshänder heuer mit zwei Siegen über Superstar Rafael Nadal sowie seinem Finaleinzug in Hamburg, wo er eben jenem Nadal knapp unterlag. Berüchtigt ist Fognini auch für seine emotionalen Ausbrüche. In Wimbledon 2014 bedrohte er einen Offiziellen und musste 27.500 Pfund Strafe zahlen. Wenige Wochen später beschimpfte er in Hamburg seinen serbischen Gegenspieler als „Scheiß-Zigeuner“. Zudem fiel er bereits wegen verweigerten Handschlägen, Stinkefinger-Aktionen und Schubsereien auf. Viel Action ist mit diesem Herrn also garantiert.

Philipp Kohlschreiber

Im Jahr 2012 verpasste Philipp Kohlschreiber nur hauchdünn den Turniersieg in Kitzbühel. Nach gewonnenem ersten Satz musste er sich im Endspiel dem Niederländer Robin Haase knapp geschlagen geben. Es war wohl ein kleines Schockerlebnis für den 31-jährigen Deutschen, der danach in den letzten beiden Jahren jeweils schon in Runde eins verlor. Einen Titel konnte Kohlschreiber in Kitzbühel allerdings schon einmal einfahren: 2006 triumphierte er an der Seite von Stefan Koubek im Doppelbewerb. Es war übrigens der einzige Doppeltitel in der Karriere des heutigen Davis-Cup-Kapitäns.

Nicolas Almagro

Aufgrund einer komplizierten Fuß-Verletzung musste Nicolas Almagro im vergangenen Jahr seine Saison bereits im Juli beenden. Heuer fand er nur schwer wieder Tritt auf der Tour. Bisheriges Highlight war ein Halbfinal-Einzug in Buenos Aires. Mittlerweile ist der 29-jährige Spanier deshalb auch nur mehr die Nummer 138 der Welt. Es sollte allerdings nur mehr eine Frage der Zeit sein, bis der ehemalige Weltranglisten-Neunte und zwölffache ATP-Titelträger seine knallharten Grundlinienschläge wieder unter Kontrolle bringen kann.

Andreas Seppi

Fast schon ein Heimspiel ist für Andreas Seppi das Generali Open in Kitzbühel. Schließlich kommt der 31-jährige Italiener aus Südtirol. Seinen größten Erfolg feierte er in diesem Jahr bei den Australian Open, wo er in der dritten Runde Superstar Roger Federer eliminierte, danach aber an Jungstar Nick Kyrgios scheiterte. Zudem stand der große Anhänger des AC Milan in Zagreb und Halle jeweils im Endspiel. Dafür lief es für Seppi auf Sand bislang nicht nach Wunsch. Erst in dieser Woche in Hamburg feierte er nach drei Pleiten in Folge seine ersten Siege.

Jiri Vesely

Der Tscheche gehört demselben Jahrgang an wie Dominic Thiem und verbuchte in den vergangenen zwei Jahren auch einen ähnlichen Aufstieg wie der Niederösterreicher, der sich im Ranking zuletzt etwas absetzen konnte. Als Nummer 45 der Welt ist aber auch der 1,98 große Linkshänder ein mittlerweile etablierter Name auf der Tour. In dieser Woche sorgte er vor allem mit seiner Leistung gegen Rafael Nadal in Hamburg für Furore. Am Ende musste sich Vesely aber knapp in zwei Sätzen geschlagen geben. In Auckland feierte er zu Saisonbeginn den ersten Titel seiner Karriere. Danach verlief es allerdings etwas durchwachsen.

 

Christian Frühwald

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