Kitzbühel setzt auf Thiem

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Kitzbühel-Turnier setzt auf Dominic Thiem

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Der Aufschwung von Dominic Thiem freut nicht nur die heimischen Fans, sondern auch die Organisatoren der rot-weiß-roten Tennis-Turniere.

Nachdem in der vergangenen Woche schon Wien-Boss Herwig Straka von ihm schwärmte, setzt nun auch Alexander Antonitsch, Turnierdirektor von Kitzbühel, große Hoffnungen in den Shooting-Star.

"Nach seinen tollen Erfolgen in dieser Saison wird er in Kitzbühel heuer seinen ersten Auftritt auf österreichischem Boden haben", freut sich der Kärntner über den günstigen Spieltermin.

"Die Bude ist hoffentlich voll"

Das traditionsreiche Event in der Gamsstadt wird vom 27. Juli bis 2. August zum bereits 70. Mal ausgetragen.

"Wenn Dominic spielt, ist die Bude hoffentlich voll", hofft Antonitsch, der auf die langjährige Beziehung zwischen Thiem und Kitzbühel verweist.

Schon im Jahr 2010 feierte der damals 16-jährige Lichtenwörther beim damaligen Challenger-Turnier sein Debüt in den Tiroler Alpen und gewann auch prompt sein Auftaktmatch. Im Vorjahr überraschte er mit seinem Erfolg über Jürgen Melzer und scheiterte erst im Viertelfinale.

Reges Interesse

"Dominic freut sich auf Kitzbühel. Es gibt sehr viele Anfragen, wann er spielt und das ist ein tolles Zeichen für das gesamte österreichische Tennis", ist Antonitsch mit dem bisherigen Vorverkauf zufrieden.

Zum rot-weiß-roten Tennis-Aufschwung soll nach seiner halbjährigen Pause auch wieder Jürgen Melzer beitragen.

In Rom bewies der 32-jährige Deutsch-Wagramer in dieser Woche mit seinem Sieg über John Isner, dass mit ihm in naher Zukunft ebenfalls noch zu rechnen sein wird.

Melzer kommt wohl nicht nach Kitzbühel

In Kitzbühel ist Österreichs ehemalige Nummer eins in diesem Jahr voraussichtlich aber nicht am Start. "Derzeit sieht es nicht danach aus", so Antonitsch. "Jürgen möchten in den USA die Hartplatz-Turniere bestreiten, das verstehe ich auch."

Durch sein "Protected Ranking" kann Melzer beim ATP-500-Turnier in Washington spielen. "Zudem hat er danach in Winston-Salem einen Turniersieg zu verteidigen", kennt Antonitsch die Beweggründe des Routiniers.

Vierte Auflage von "Spiel des Lebens"

Weiterhin geben wird es in Kitzbühel das  "Spiel des Lebens". Dabei kämpfen Hobby-Spieler im Vorfeld des Turniers um eine Wild Card für den Doppel-Hauptbewerb.

Nachdem sich in den letzten drei Jahren der Deutsche Philipp Kohlschreiber als Partner zur Verfügung stellte, wird heuer der Südtiroler Andreas Seppi mit einem Amateur auf den Platz gehen.

Das Interesse an dieser Aktion wird von Jahr zu Jahr größer. "2013 hatten wir schon über 6.000 Anmeldungen. Sogar aus der Schweiz, Deutschland oder Italien", erzählt Antonitsch stolz.

Superstars "sind außer Reichweite"

Mittlerweile kopieren sogar andere Turniere auf der ATP-Tour diese Idee. "Im nächsten Jahr macht Richard Krajicek in Rotterdam diesselbe Aktion."

Mit diesem Ideenreichtum wollen sich die Tiroler weiterhin von der Konkurrenz absetzen. Denn eines ist Antonitsch auch klar: "Mit Federer, Nadal oder Djokovic werden wir auch in Zukunft nicht rechnen können. Wenn nichts Außergewöhnliches  passiert, sind solche Namen für ein ATP-250-Turnier außer Reichweite."

Christian Frühwald 

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