Erstrunden-Aus für Gerald Melzer in Kitzbühel

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Nicht ist es geworden aus dem ersten Rundensieg bei einem ATP-Heim-Turnier für Gerald Melzer.

Der 25-jährige Niederösterreicher, der dank einer Wild Card im Hauptbewerb des Generali Open in Kitzbühel steht, musste sich am Dienstag nach einem 1:39 Stunden-Kampf dem spanischen Lucky Loser Albert Montanes mit 4:6,6:7(5) geschlagen geben.

Nach seinem Erstrunden-Aus im Vorjahr in Kitzbühel sowie zwei Erstrunden-Niederlagen in Wien 2013 und 2014 wartet der kleine Bruder von Jürgen Melzer also noch auf das erste Tour-Erfolgserlebnis auf heimischen Boden.

Nichts wäre Gerald Melzer lieber gewesen, als diesen kleinen Bann zu brechen.

"Es tut natürlich verdammt weh. Ich bin gut in die Partie gestartet. Hab mich nicht so wohlgefühlt, aber versucht dranzubleiben und zu kämpfen", erklärte der Weltranglisten-167. und aktuell viertbeste Österreicher im Ranking.

Melzer fightet sich zurück

Im zweiten Satz kämpfte sich Melzer von 1:3 auf 4:3 zurück, konnte sich dann im Tiebreak aber doch nicht in den dritten Satz retten.

"Da habe ich gut zurückgefightet, aber es ist dann einfach nicht für mich gelaufen", erklärte Melzer, der auf dem vollen Grand Stand (dem zweitgrößten Court auf der Anlage) gespielt hat.

Seit seinem absoluten Saison- und bisherigen Karriere-Höhepunkt in München, als er überraschend das Halbfinale erreicht hatte, lief es für den Bruder von Jürgen nicht so gut.

"Ich hatte ein sehr gutes und solides Frühjahr und überhaupt keine schlechten Matches gespielt. Das Semifinale in München war das absolute Highlight, danach ist es alles andere als nach Wunsch verlaufen. Ich spüre auch, dass ich wenig Selbstvertrauen habe - in solchen Partien hilft das halt nicht."

Gestiegene Erwartungen

Als Grund dafür nannte er auch die gestiegenen Erwartungen. "Vielleicht habe ich mir die Wochen darauf dann selbst zu viel erwartet. Und das ist dann nach hinten los gegangen."

Gerald Melzer wird nun eine Turnierpause machen und erst wieder bei der Qualifikation für die US Open antreten. Vorbereiten wird er sich auf die Hardcourt-Saison mit neuem Coach in der Südstadt.

Von Markus Hipfl hat er sich in Wimbledon getrennt, neuerdings arbeitet er mit dem Wiener Marco Hammerl zusammen.

Melzer liebäugelt mit Top 100

Natürlich verfolgt Gerald auch die Karriere seines Bruders Jürgen, der übrigens auch den ersten Satz am Zaun des Grand Stands beobachtete.

"Es ist für ihn auch nicht leicht. Er sucht auch nach Selbstvertrauen", so Melzer junior. Er sehe jedenfalls im Training, "dass er es noch immer drauf hat. Ich hoffe, dass er bald wieder einmal ein Erfolgserlebnis hat, dann weiß man nie was passiert."

Dominic Thiem spielt für Gerald Melzer "in einer anderen Welt" als er selbst. "Ich habe öfter gegen ihn gewonnen als verloren, aber das sagt wenig aus." Dennoch hat er keine Angst, dass er vorne nicht mitspielen kann. "Wenn ich meine Leistung bringe."

Seine Probleme sieht der 25-Jährige aktuell "mehr im Kopf". Dennoch blickt er doch positiv in den Rest der Saison, in der er nur noch 32 Punkte zu verteidigen hat. "Ich hoffe, dass ich das Jahr irgendwie um die 100 beenden kann."

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