Oswald bringt Titelverteidiger in Bedrängnis

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Im Achtelfinale des mit 410.715 Euro dotierten bet-at-home Cups in Kitzbühel war am Donnerstag auch für den letzten der vier rot-weiß-roten Starter Endstation.
 
Der Vorarlberger Qualifikant Philipp Oswald verlor trotz starkem Kampf gegen den als Nummer drei gesetzten niederländischen Titelverteidiger Robin Haase nach 2:11 Stunden 4:6,6:3,2:6.
 
Trotzdem zog der 26-jährige nach seinem Aus im ATP-250-Turnier zufrieden Bilanz.
 
Erster Sieg im Trockenen
 
Denn Oswald betrat in Kitzbühel Neuland in seiner Karriere:
 
Nach seinem ersten Auftritt auf der ATP-Tour 2008 als er ebenfalls in Kitzbühel an Daniel Köllerer 6:7,6:7 gescheitert war, feierte er dieses Jahr bei den 68. Auflage des Turniers in Kitzbühel in der ersten Runde mit einem Drei-Satz-Sieg über den deutschen Daniel Brands seinen ersten Sieg auf ATP-Ebene.
 
"Und auch heute wäre der Sieg möglich gewesen, Haase wäre zu schlagen gewesen", kommentierte Oswald seine Niederlage.
 
Schneller Aufschlagverlust
 
Gleich zu Beginn der Partie musste der Vorarlberger seinen Aufschlag abgeben und verlor den ersten Satz mit 4:6. Im zweiten schaffte er das schnelle Break und gewann diesen 6:3, nachdem er sich beim Stand von 4:1 vom Physiotherapeuten behandeln ließ.
 
"Der Oberschenkel hat gezwickt. Im dritten Satz hat mich das aber nicht behindert", erzählte er.
 
Der ATP-42. Haase schaffte im Entscheidungssatz ein schnelles Break und verwandelte schließlich seinen zweiten Matchball zum 6:2 und Drei-Satz-Sieg.
 
Oswald trauert Sieg nach
 
"Schade, denn ich hatte meine Chancen", sagte Oswald, der im ATP-Ranking auf Platz 242 liegt. Die Gründe für die Niederlage seien gewesen, dass er zu wenig konsequent war, zu viele leichte Eigenfehler machte und in der entscheidenden Phase zu hektisch war.

"Dabei bin ich eigentlich ein ruhiger Spieler. Wenn ich diese Fehler nicht mehr mache, dann könnte ich auch auf ATP-Ebene mithalten", ist der Vorarlberger überzeugt.
 
Von Stimmung beeindruckt
 
   Das Antreten am Kitzbüheler Center Court am Donnerstag vor 5.000 Fans, die ihn immer wieder anfeuerten, hat Oswald sichtlich genossen.
 
"Am Anfang war ich etwas nervös, aber dann war es super", schilderte er seine Eindrücke, "die vielen Leute und die Stimmung war einfach toll." Ganz anders als bei den Future- und Challenger-Turnieren, auf denen er in den letzten vier Jahren antrat.
 
Um seine Brötchen zu verdienen spielt Oswald kommende Woche fünf Partien in der Schweizer Liga und hat schließlich noch einen Auftritt in der deutschen Liga.
 
"Das muss sein, um meinen Trainer Nick Carr zu finanzieren", begründete Oswald. Dann steht eine Woche Training am Hartplatz bevor, um sich auf die Qualifikation für die US Open vorzubereiten.

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