Leichtes Spiel für Nadal

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Nadal: "Federer hat nicht wie sonst gekämpft"

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Das mit Spannung erwartete Tennis-Duell von Roger Federer (2) und Rafael Nadal (5) im Viertelfinale von Indian Wells hat am Donnerstag (Ortszeit) mit einem unerwartet klaren 6:4,6:2-Sieg Nadals geendet.

Allerdings war Federer wegen einer Rückenblessur nicht im Vollbesitz seiner Fähigkeiten gewesen. Der Spanier erhöhte im "Head to Head" jedenfalls auf 19:10 und trifft im Halbfinale auf Tomas Berdych (CZE-6).

Besondere Begegnung

Groß war beim Masters-1000-Turnier die Vorfreude auf die 29. Auflage des Klassikers gewesen.

Seit einem Jahr waren Federer und Nadal nicht aufeinandergetroffen. Es war die erste Einzel-Partie der Tennis-Geschichte, in der es die beiden Akteure auf zumindest 28 Grand-Slam-Titel bringen.

Der Center Court war mit 16.100 Fans ausverkauft. Vor der Arena sahen weitere Tausend auf einer Großbildleinwand zu.

Federer angeschlagen

Federer legte zwar im ersten Satz dreimal vor, hatte bei seinen Service-Games aber Mühe.

Dem 31-Jährigen waren seine Rückenprobleme anzumerken. So musste er einige Bälle auf seine Vorhand widerstandslos passieren lassen und wirkte teilweise ungewohnt steif.

Ein Backhand-Passierball brachte dem Mallorquiner im siebenten Game den Service-Durchbruch, den er bis zum Satzende verwaltete.

Im zweiten Durchgang lief es für den Eidgenossen noch schlechter. Er geriet bald mit einem Doppelbreak 0:3 in Rückstand und zündete erst anschließend ein kurzes Strohfeuer, als er enorm viel riskierte und so auf 2:3 herankam.

Das war es aber. Nadal scheinen seine Kniebeschwerden derzeit nicht zu belasten, nach 84 Minuten verwertete er seinen ersten Matchball.

"Fantastisch gespielt"

"Im ersten Satz habe ich fantastisch gespielt", analysierte der nun seit zwölf Partien ungeschlagene Linkshänder.

Nur eine seiner seit seinem Comeback ab Anfang Februar bestrittenen 16 Partien hat Nadal verloren.

"Der zweite Satz war seltsam. Ich hatte nicht das Gefühl, dass Roger wie sonst gekämpft hat. Wahrscheinlich hatte er Probleme und fühlte sich nicht wohl genug, um richtig weiterzukämpfen."

Federer trotz Niederlage zufrieden

Federer aber wollte seine Rückenprobleme nicht überbewerten:

"Es hat nicht wehgetan. Ich konnte spielen und war glücklich darüber. Natürlich war es aber ein kleines Problem. Und gegen jemanden wie Rafa reicht das nicht. Ich bin froh, dass ich Stan (Anm.: Achtelfinalsieg gegen Stanislas Wawrinka/SUI) in einem harten Match schlagen konnte und gegen Rafa über weite Strecken trotzdem gut gespielt habe."

Zwei Wochen Pause

Der Weltranglisten-Zweite war Titelverteidiger und wird eine Menge an Punkten verlieren. Sehr beunruhigt das Federer aber nicht.

Der Rekordler an Grand-Slam-Erfolgen wird nun nicht nur nächste Woche in Miami nicht antreten, sondern überhaupt erst im Mai in Madrid in die Sand-Saison einsteigen.

"Zuerst pausiere ich zwei Wochen. Dann starte ich wieder mit dem Konditions- und Tennis-Training."

Warten auf Titel Nr. 78

Das erste Saison-Drittel lief für Federer nicht nach Wunsch, er wartet seit acht Turnieren auf seinen 77. Titel.

"In Australien habe ich gut gespielt, Dubai war mit drei vergebenen Matchbällen unglücklich, hier war es eine schwierige Woche, in Rotterdam hatte ich mehr erwartet. Natürlich hätte ich gerne ein paar Titel mehr auf dem Konto, aber ich muss mich gedulden, es in der Sandsaison hoffentlich besser machen."

Prolongiert Nadal Serie?

Für Nadal geht es am Samstag um Sieg zwölf gegen Berdych in Serie. Der feierte einen 6.4,6:4-Sieg gegen den Südafrikaner Kevin Anderson.

In der Nacht auf Samstag (MEZ) spielten Novak Djokovic (SRB-1) gegen Jo-Wilfried Tsonga (FRA-8) und Andy Murray (GBR-3) gegen Juan Martin del Potro (ARG-7) um das Halbfinale. Sollte Murray ins Finale kommen, würde er vor Federer neuer Weltranglisten-Zweiter sein.

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