Haas bleibt Heimsieg verwehrt

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Haas verpasste Hamburg-Titel 19 Jahre nach Stich

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Nach einer tollen Tennis-Woche ist Tommy Haas die Krönung seines Heimspiels in Hamburg verwehrt geblieben.
 
Trotz einer guten Leistung unterlag der 34-jährige Deutsche am Sonntag im Finale dem Argentinier Juan Monaco mit 5:7,4:6.
 
Damit verpasste der gebürtige Hamburger den ersten Sieg eines Deutschen in der Hansestadt seit Michael Stich 1993.
 
Kleiner "Haas-Hype"
 
Auch ohne das Happy End war in Hamburg ein kleiner "Haas-Hype" entstanden. Im Spätherbst seiner Karriere gelang ihm 15 Jahre nach seinem Rothenbaum-Debüt ein Lauf bis ins Endspiel, "einer der schönsten Momente" seiner Karriere.
 
Im Kampf um den Siegerscheck musste sich Haas dann vor rund 7.000 Zuschauern auf dem Centre Court geschlagen geben, Monaco war im Finale einfach zu konstant, um Haas' Spiel zur Entfaltung kommen zu lassen.
 
Haas mit Chancen
 
Haas hatte in beiden Sätzen Chancen, führte er im ersten Satz doch schon 4:1 und im zweiten 2:0.
 
Mit dem Break zum 5:4 sorgte Monaco dann für die Vorentscheidung, Haas musste dem "Gaucho" nach zwei Stunden zum Sieg gratulieren.
 
Während der 28-jährige Monaco bereits über seinen dritten ATP-Titel in diesem Jahr jubeln durfte, wird Halle-Sieger Haas dank der zweiten Final-Teilnahme in diesem Jahr voraussichtlich unter die Top 35 der Tennis-Welt klettern.
 
Ärger über verweigerte Wild Card
 
Beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) wird man die Hochform des für Olympia Geschmähten wohl mit gemischten Gefühlen verfolgen.
 
Der Verband hatte dem Routinier eine mögliche Wildcard für die Olympischen Spiele in London verwehrt - und ist nun um einen potenziellen Medaillenkandidaten ärmer.
 
Eine Entscheidung, die Haas als "bodenlose Frechheit" bezeichnet hatte. Rückendeckung erhielt er dabei von Stich, der die Nominierungskriterien des DOSB ebenfalls kritisierte.
 
Monaco erstmals in den Top Ten
 
Sein erster Titel bei einem ATP-500-Turnier hat für Juan Monaco sehr erfreuliche Konsequenzen: Der Argentinier wird ab Montag erstmals in den Top Ten der ATP-Weltrangliste geführt.
 
"Das ist unglaublich, ein Traum ist wahr geworden", freute sich der Südamerikaner. "Ich werde mich immer an diese großartige Woche erinnern, weil sie so wichtig für mich und mein Team ist."
 
Juan Monaco ist damit neben Juan Martin del Potro nicht nur der nun zweite Argentinier in den Top Ten: Beide "Gauchos" sind noch dazu in Tandil, einer Universitätsstadt mit knapp 110.000 Einwohnern, geboren.
 
Für Monaco gilt es nun, sich möglichst schnell auf die Rasenplätze in Wimbledon und seinen Olympia-Auftritt umzustellen.
 
"Der Wechsel des Belags wird nicht einfach für mich, aber ich habe fünf Tage Training dort vor mir. Aber der Titel bringt mir viel Selbstvertrauen und ich bin unverletzt."

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