3. ATP-Titel für Dominic Thiem

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Thiem gewinnt auch das ATP-Turnier in Gstaad

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Was für eine Saison für Dominic Thiem!

Im Alter von erst 21 Jahren hat der Niederösterreicher am Sonntag in Gstaad nach dem Triumph in Umag sein zweites ATP-Turnier unmittelbar hintereinander und sein drittes in diesem Jahr gewonnen.

Der als Nummer drei gereihte Thiem bezwang den topgesetzten Belgier David Goffin nach 1:25 Stunden und einem 3:5-Rückstand im ersten Satz mit 7:5,6:2.

Wieder 250 Punkte fürs Ranking

Thiem trug sich ausgerechnet beim 100-Jahr-Jubiläum dieses Traditionsturniers als erster Österreicher überhaupt in die Siegerliste ein. Er ist auch der erst zweite Österreicher nach Thomas Muster (zuletzt 1996), dem es gelungen ist, innerhalb eines Kalenderjahres zumindest drei ATP-Titel zu gewinnen.

Zum zweiten Mal in Folge durfte sich Thiem damit auch über einen Siegerscheck in Höhe von 80.000 Euro und weitere 250 Punkte für das ATP-Ranking freuen. Der Schützling von Günter Bresnik spielt kommende Woche in Kitzbühel, wo er als Vorjahresfinalist topgesetzt ist.

Thiem: "Unfassbar"

"Der Sommer läuft unfassbar bis jetzt natürlich", freute sich Thiem noch auf dem Court und hatte schon sein nächstes Ziel vor Augen.

"Ich werde nach der Siegerehrung ziemlich bald nach Kitzbühel fahren. Das ist natürlich noch einmal ein ganz großes Highlight - das letzte Sandturnier im Jahr in meiner Heimat. Es läuft extrem gut und ich will dort natürlich noch einmal extrem gut spielen", hofft Thiem, seine tolle Serie fortzusetzen.

Der österreichische Shooting-Star, dem schon seit Jahren auch international ein Riesen-Potenzial bescheinigt wird, wird den Vorschusslorbeeren nun immer mehr gerecht. Thiem klopft sogar schon an den Top 20 in dieser Weltsportart, allerdings fallen ihm demnächst die Punkte vom Vorjahresfinale in Kitzbühel aus der Wertung.

Platz 15 im ATP-Race

Im vielleicht noch aussagekräftigeren ATP-Race, der Wertung des Jahres 2015, hat sich Thiem aber bereits auf Platz 15 vorgekämpft. Der Österreicher ist nun auch erst vierte Spieler nach Milos Raonic, Grigor Dimitrow und Bernard Tomic, der nach 1990 geboren ist und zumindest drei Tour-Titel geholt hat.

In seinem vierten Finale war Thiem alles in allem doch klar der Bessere, auch wenn es im ersten Satz zunächst kritisch aussah. Zwar ging der Weltranglisten-24. im ersten Durchgang nach einem Break zum 3:1 in Front, musste dann aber vier Games in Folge zum 3:5 abgeben. Der Lichtenwörther steckte nicht auf und drehte den Satz neuerlich. Nach 50 Minuten nützte Thiem den ersten Satzball zum 7:5.

"Ein komisches Match"

"Am Anfang ist es ein bisschen hin und her gegangen. Ich war Break vor, dann Break hinten und habe fast den Satz verloren. Es war vom Spielverlauf her ein bisschen ein komisches Match", gestand Thiem. Satz zwei begann mit Break gegen Thiem, dem aber das sofortige Rebreak gelang.

Ein letztlich doch fehlerhafterer Goffin gab dann sein Service zum 2:4 und letztlich auch zum 2:6 zwei weitere Male ab. Thiem revanchierte sich damit für das im Vorjahr verlorene Finale von Kitzbühel und stellte im Head-to-Head mit dem 24-Jährigen auf 2:3.

Dank an die Familie

"Das war schon unser zweites Finale und es steht jetzt 1:1 und ich hoffe, dass es noch viele Finali zwischen uns gibt. Sorry, dass ich diesmal der Sieger bin", sagte Thiem auf dem Platz zu Goffin. Der Belgier hatten den Niederösterreicher zuvor gratuliert: "Er hat eine große Zukunft vor sich."

Thiem war wie schon in Umag ohne Coach Günter Bresnik vor Ort, wurde allerdings von seiner Familie, Vater Wolfgang, Mutter Karin und dem kleinen Bruder Moritz, unterstützt.

"Danke an meine Familie. Sie können ja nicht so oft kommen, weil Tennis auf der ganzen Welt gespielt wird", sagte Thiem in Richtung seiner Spielerbox. In der kommenden Woche wird in Kitzbühel das gesamte Stadion hinter ihm stehen.

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