Federer wehrt vier Matchbälle ab

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Traumfinale in London: Djokovic vs. Federer

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Roger Federer hat das Schweizer Halbfinal-Duell beim Tennis-ATP-World-Tour-Finale in London gegen Stan Wawrinka in einer dramatischen Partie 4:6,7:5,7:6(6) gewonnen.

Der 33-jährige Basler holte sich in 2:48 Stunden den 15. Sieg im 17. Duell mit seinem Davis-Cup-Teamkollegen.

Beim Stand von 5:4 im dritten Satz vergab Wawrinka drei Matchbälle, im Tiebreak einen weiteren.

Im Finale gegen Djokovic

Im Finale trifft Federer am Sonntag (19.00 Uhr) auf Novak Djokovic, der den Japaner Kei Nishikori 6:1,3:6,6:0 bezwang.

Der Weltranglistenerste strebt in seinem vierten Masters-Finale nach 2008, 2012 und 2013 den vierten Titel an, Federer steht zum neunten Mal beim Saisonabschlussturnier im Endspiel und ist mit sechs Titeln Rekordsieger.

Djokovic hat seine Sieges-Serie in der Halle auf nun schon 31 Matches ausgedehnt. Der 27-jährige Serbe rang im Halbfinale der ATP-World-Tour-Finals in der Londoner O2-Arena den Japaner Kei Nishikori nach 87 Minuten mit 6:1,3:6,6:0 nieder.

In Lendls Spuren

Der topgesetzte Serbe wandelt damit auf den Spuren von Ivan Lendl, der von 1985 bis 1987 das ATP-Abschlussturnier als bisher letzter Spieler drei Mal in Folge gewonnen hat.

Djokovic hatte die Gruppe A (wie auch Federer im Pool B) mit drei Siegen und 6:0-Sätzen souverän für sich entschieden und es sah auch im Halbfinale gegen den erstmals beim Turnier der acht besten Einzelspieler engagierten Nishikori so aus.

Der erste Asiate überhaupt beim früher als Masters bekannten Event verlor den ersten Satz in derselben Manier, in der Djokovic seine Gegner schon davor dominiert hatte.

Nishikori steigert sich nach Satz eins

Doch dann machte Djokovic seinen Gegner auch selbst stark. Das Publikum, das sich freilich ein ausgeglicheneres Match gewünscht hatte, unterstützte den Japaner nach dem ersten Satz einige Male lautstark.

Doch der Applaus war aus der Sicht des Serben wohl zu intensiv bzw. unberechtigt, was Djokovic kopfschüttelnd und sichtlich genervt zur Kenntnis nahm.

Dieser Zwischenfall wirkte sich aber postwendend auf sein Spiel aus, während sich Nishikori steigerte.

Nach dem Satzausgleich fand Djokovic aber seine Contenance wieder und nach einem umkämpften ersten Game, das er für sich entschied, übernahm der Turnierfavorit wieder völlig die Kontrolle über sich und das Geschehen auf dem Platz. Nishikori war in der Folge letztlich chancenlos.

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