Federer erinnert an seine besten Zeiten

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39 Siege, zwei Niederlagen - bei Roger Federer läuft es seit den US Open wie zu seinen besten Zeiten.

Am Sonntag triumphierte der 30-jährige Schweizer beim ATP-1000-Turnier in Indian Wells.

Im Endspiel revanchierte er sich bei US-Aufschlagkanonier John Isner für die erst vor wenigen Wochen im Davis Cup erlittene Niederlage.

Federer zieht mit Nadal gleich

Daneben musste sich Federer seit September des vergangenen Jahres nur im Halbfinale der Australian Open Rafael Nadal geschlagen geben.

Den Spanier durfe er in Indian Wells gleich doppelt ärgern: Zum einen mit seinem Sieg im Halbfinale, zum anderem zog er mit seinem 19. Masters-Titel mit Rekordhalter Nadal gleich.

"Bin selbst überrascht"

"Ich bin selbst ein bisschen überrascht, wie gut es derzeit läuft", strahlte Federer nach dem Finalsieg, für den er einen 1-Million-Dollar-Siegerscheck in Empfang nehmen durfte.

Für den Eidgenossen ist es nach den Erfolgen von 2004 bis 2006 der bereis vierte Titel in Indian Wells. Damit zog er mit den US-Tennis-Größen Jimmy Connors und Michael Chang gleich.

Probleme zu Jahresbeginn

"Für mich ist es überraschend, dass ich nach so langer Zeit wieder einmal hier gewinnen konnte", so Federer. "Vor allem, wenn man bedenkt, dass ich zu Jahresbeginn mit einigen Problemen zu kämpfen hatte."

Beim ersten Saison-Turnier in Doha trat Federer wegen einer Rückenverletzung nicht zum Halbfinale an.

Zudem plagte ihn in Indian Wells eine hartnäckige Verkühlung. Besonders in den ersten Tagen kämpfte er mit Übelkeitsgefühlen.

Angriff auf Nadal und Djokovic

"Es ist erstaunlich, dass ich bis zum Ende durchgekommen bin und noch dazu so souverän. Vor allem in den letzten drei Partien habe ich unglaublich gespielt. Ich könnte nicht glücklicher sein - das waren großartige Siege!"

Der "große" Roger Federer und John Isner

Durch seinen Erfolgslauf hat Federer aber erst so richtig Blut geleckt. Dank der erfolgreichen letzten Monate kann der Weltranglisten-Dritte nun im ATP-Ranking einen Angriff auf den zweitplatzierten Nadal starten.

Und auch die Nummer 1, Novak Djokovic, ist bei so einer Serie nicht mehr lange außer Reichweite. Schließlich hat der Serbe aus dem Vorjahr eine Menge Punkte zu verteidigen.

Isner tröstet sich mit Sprung in die Top 10

Mit einem für ihn selbst historischen Ranking-Sprung durfte sich auch John Isner nach seiner Final-Niederlage trösten.

Am Montag spuckte ihn der ATP-Computer erstmals in den Top 10 aus. "Das Turnier wird mir lange in Erinnerung bleiben. erstmals den Sprung in die Top 10 zu schaffen ist sehr schön."

Dem 26-Jährigen aus North Carolina ist aber auch bewusst, dass es "noch schwieriger sein wird, in den Top 10 zu bleiben. Mir steht viel Arbeit bevor!"

Platz Spieler Nation Titel
1. Rafael Nadal ESP 19
1. Roger Federer SUI 19
3. Andre Agassi USA 17
4. Pete Sampras USA 11
5. Novak Djokovic SRB 10
6. Thomas Muster AUT 8
6. Andy Murray GBR 8
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