Oswald holt 3. Titel - AHM-Erfolgslauf gestoppt

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Toller Erfolg für Österreichs Doppel-Cracks.

In einem rot-weiß-roten Duell sichert sich Philipp Oswald seinen 3. Doppel-Titel auf der ATP-Tour, erstmals triumphiert er bei einem ATP-500-Event.

Der 29-jährige Vorarlberger gewinnt mit seinem slowakischen Partner Martin Klizan das Endspiel des mit 1,4 Mio. Dollar dotierten Sandplatz-Turniers in Rio de Janeiro gegen den Steirer Oliver Marach und dessen spanischen Partner Pablo Andujar mit 7:6 (3) und 6:4.

Im Vorjahr hatte der Feldkircher die ATP-250-Events in Nizza und in Sao Paulo gewonnen

Nadals Sandserie vorbei

Im Einzel reißt die Sandserie von Rafael Nadal.

Unglaubliche 52 Mal in Folge zog der Spanierl seit 2003 bei einem ATP-Sandplatz-Turnier, wenn er in der Vorschlussrunde stand, ins Endspiel ein.

Doch diesmal muss sich der als Nr. 1 gesetzte 14-fache Grand-Slam-Gewinner im Halbfinale Fabio Fognini mit 6:1, 2:6, 5:7 geschlagen geben. Der Italiener trifft nun auf AHM-Bezwinger Ferrer (ESP/2).

"Im ersten Satz habe ich gut gespielt, dann aber kräftemäßig und taktisch abgebaut. Ich habe Krämpfe bekommen", sagt Nadal.  


AHM ausgeschieden

Andreas Haider-Maurer ist der zweite Finaleinzug seiner Karriere bei einem ATP-Turnier verwehrt geblieben.

Der Erfolgslauf von Österreichs Nummer zwei in Rio de Janeiro wurde am Samstag erwartungsgemäß vom Spanier David Ferrer gestoppt.

Der Weltranglistenneunte gewann im Halbfinale nach hartem Kampf im ersten Satz 7:5,6:1.

AHM kann zufrieden sein

Haider-Maurer kann trotzdem zufrieden sein, stand er nach Siegen gegen Albert Ramos-Vinolas (ESP), Tommy Robredo (ESP) und Lokalmatador Joao Souza (BRA) doch zum ersten Mal überhaupt bei einem ATP-500-Turnier im Halbfinale.

Es war sein größter Erfolg neben seinem bisher einzigen Finaleinzug auf der Tour 2010 in Wien.

Der 27-jährige Niederösterreicher sammelte 180 Punkte und wird in der neuen Weltrangliste ab Montag ein neues Karrierehoch erreichen, nahe an die Top-50 heranrücken.

Auch aus finanzieller Sicht hat sich die Reise ins Olympia-2016-Gastgeber-Land gelohnt, kassierte der Noch-Ranglisten-74. doch in dieser Woche mit 73.240 Dollar mehr als in der gesamten bisherigen Saison (67.558).

AHM gestaltete Partie offen

"Er hat hier eine gute Woche, deshalb wird es sehr schwierig für mich", hatte Ferrer am Vortag prophezeit.

Haider-Maurer sorgte im Spiel dafür, dass sich die Vermutung des Spaniers im ersten Durchgang voll bewahrheitete.

Der Waldviertler ließ zwar seine Aufschlagstärke diesmal etwas vermissen, schaffte es mit einem starken Auftritt aber trotzdem, die Partie offen zu gestalten. Von einem Klasseunterschied war da wenig zu sehen.

Schnelle 2:0-Führung

Haider-Maurer startete nach Maß in die Partie, brachte seinen Aufschlag durch und nahm seinem Gegner trotz 0:40-Rückstand noch den Aufschlag zum 2:0 ab.

Der Spanier kam aber schön langsam etwas besser ins Spiel und sorgte postwendend für das Rebreak und den folgenden Ausgleich zum 2:2.

Beim Stand von 3:3 war es dann Ferrer, der mit einem Break erstmals in Führung ging. Haider-Maurer gab aber mit einem tollen Winner zum Rebreak und 4:4 die sofortige Antwort.

Ferrer nützt vierten Satzball

Auch in den nächsten beiden Aufschlagsspielen ging es in der gleichen Tonart weiter. Die Entscheidung fiel durch ein neuerliches Break von Ferrer zum 6:5, wobei dem Niederösterreicher dabei unnötige unerzwungene Fehler unterliefen.

Ein 0:40 konnte er daraufhin noch egalisieren, die Wende gelang dem ÖTV-Spieler aber nicht mehr. Ferrer nutzte nach fast einer Stunde seinen vierten Satzball zum 7:5.

Im zweiten Durchgang brachte Haider-Maurer zwar gleich seinen Aufschlag durch, es sollte allerdings sein einziger Game-Gewinn bleiben. Ferrer hatte danach leichtes Spiel, die größere Klasse setzte sich durch, nach fast genau 1:25 Stunden nutzte die Nummer zwei des Turniers den ersten Matchball zum 6:1.

3:0 im Head-to-Head

Der 32-jährige Ferrer entschied damit auch das dritte Aufeinandertreffen mit dem Zwettler nach jenen 2011 in Baastad und 2012 im Davis Cup ohne Satzverlust für sich und bekommt es nun entweder mit seinem topgesetzten Landsmann Rafael Nadal oder dem Italiener Fabio Fognini zu tun.

Für Haider-Maurer geht es nächste Woche in Acapulco weiter, dann steht Anfang März das Davis-Cup-Duell mit Schweden auf seinem Spielplan.

Selbstvertrauen hat er dafür schon viel getankt, hatte er doch zu Saisonbeginn auch schon mit dem Viertelfinaleinzug in Chennai sowie dem Einzug in die 2. Runde der Australien Open aufgezeigt gehabt.

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