Favoriten-Check: Alles da, was Rang und Namen hat

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Die besten 46 Windsurfer der Welt haben auch in diesem Jahr wieder den Weg nach Podersdorf gefunden.

Weltmeister, Europameister, Champions, Legenden - alle sind sie an den Neusiedler See gekommen, um sich die ersten Punkte für den Freestyle Worldcup 2013 zu sichern.

Die Begeisterung ist groß, schon am ersten Tag war das Feuer - im Gegensatz zum Wind - zu spüren.

Jede Menge Favoriten

Aber wer sind eigentlich die großen Favoriten? Wen muss man auf der Rechnung haben, wem ganz genau aufs Board schauen?

Die Antworten auf all diese Fragen kennt "Local" Max Matissek, der auch in diesem Jahr wieder die gesamte Weltcup-Saison bestreiten wird.

LAOLA1 hat ihn um seine Einschätzung der Kräfteverhältnisse gebeten. Damit kannst du am Beach garantiert mitreden!

DIE FAVORITEN

Steven Van Broeckhoven: Der Ex-Weltmeister aus Belgien möchte nach Platz drei im WM-Ranking im Vorjahr wieder massiv ins Geschehen ein und nach dem Titel greifen. „Ich war mit ihm den gesamten Winter trainieren. Dabei hat Steven gezeigt, dass er kaum Schwächen hat. Im Gegenteil: Auch bei Leichtwind ist er jetzt richtig stark!“ Zudem hat Van Broeckhoven in dieser Saison weniger Druck. „Letztes Jahr hat jeder von ihm erwartet, dass er seinen Titel verteidigt!“

Gollito Estredo: Einer der großen Publikumslieblinge am Neusiedler See. „Es gibt kaum Videos von seinen Wintertrainings, deshalb ist Gollito immer schwer einzuschätzen“, sagt Matissek. Aber natürlich wird der Pro aus Venezuela wieder ganz vorne mitmischen. „Er ist einfach eines der, wenn nicht das größte Talent überhaupt und wird bei allen Bedingungen Vollgas geben.“ Fünf WM-Pokale hat Estredo bereits daheim stehen.

Kiri Thode: Der ewige Zweite kämpft gegen den „Fluch“ und will endlich auch gewinnen. „Das Zeug dazu hätte er“, analysiert Max Matissek, „aber das Problem war oft, dass sein Style fast zu smooth war und die Moves dadurch nicht ganz so radikal aussahen wie bei Steven oder Gollito.“ In Podersdorf könnte der Windsurfer aus Bonaire aber vorlegen, hat er doch daheim in der Karibik ähnliche Bedingungen. „Wenn Kiri über den Winter an seiner Heat-Strategie gearbeitet hat, traue ich ihm den Sieg zu.“

Tonky und Taty Frans: Das Brüderpaar kommt wie Kiri Thode aus Bonaire, Tonky lebt aber mittlerweile auf Lanzarote. Absolute Wettkampftypen, die seit Jahren konstant um die vordersten Plätze mitmischen. „Mir persönlich gefällt Tonkys Fahrstil um einiges besser“, gehört Matissek zum „Team Tonky“, dem er auch zutraut, ein Wörtchen um den WM-Titel mitzusprechen. „Er hat bereits in der letzten Saison gezeigt, wo es hingehen kann. Zudem ist er unglaublich locker. Deshalb schätze ich ihn höher ein als Taty!“

Phil Soltysiak: Der Kanadier ist eigentlich fast ein „Local“ am Neusiedler See. Zwischen seinen Trips zu den besten Spots rund um den Planeten lebt er bei seiner Freundin in Wien und surft am Nordstrand. Matissek hat mit Soltysiak in Ägypten trainiert: „Wenn es drauf ankommt, dann macht er fast keine Fehler. Gerade in der Crunch-Time surft er unglaublich konstant.“ Wenn er seine Leistung bringt, surft er in die Top-Ten. „Ob mehr möglich ist, wird die Saison zeigen!“



MIT AUSSENSEITERCHANCEN


LAOLA1-Experte Max Matissek hat da vor allem Dieter van der Eyken („Auf ihn bin ich ganz besonders gespannt in diesem Jahr!“), Europameister Davy Sheffers, Anthony Ruenes und Bjorn Saragoza auf der Rechnung.

DIE ÖSTERREICHER


Michael Rossmeier: Einer der erfolgreichsten Österreicher auf der Freestyle-Bühne meldet sich aus seiner Contest-Pause zurück. „Er bringt aus seiner Karriere sehr viel Contest-Erfahrung mit. Mit dem Mix aus Routine und Können kann er sicher einige Leute schlagen“, glaubt Landsmann Matissek. Vor allem bei leichtem Wind sollte man „Rossi“ auf der Rechnung haben.

Alex Seyss und Matthias Kraschitzer: Der Wiener und der Steirer kennen den Neusiedler See und seine Tücken natürlich wie den Inhalt ihres Boardbags. Matissek ist mit beiden im Winter gesurft. „Matthias schätze ich vor allem beim Tow-In stark ein, da ist er für mich ein absoluter Geheimtipp.“ Aber auch im Freestyle Worldcup haben beide ihre Chancen. „Sie haben schon bewiesen, dass sie Heats auf der World Tour gewinnen können.“

Max Matissek: Wie schätzt der „Local“ eigentlich seine eigenen Chancen zum Auftakt seiner zweiten vollen Weltcup-Saison ein? „Ich gehe nach der Saison 2012 und meinem Winter-Training sehr optimistisch in die Saison und bin für einen weiteren Schritt nach vorne bereit“, ist der Wiener top-motiviert. Zum Ende der letzten Saison konnte Matissek Top-20-Surfer schlagen. Was am Ende in Podersdorf herausschauen wird, darauf möchte sich der junge Mann mit der Nummer „AUT97“ am Segel nicht festlegen. „Das hängt immer von sehr vielen Faktoren ab. Aber mein Plan ist natürlich, dass alles aufgeht und ich eine gute Zeit am Wasser habe – dann sollte am Ende auch das Ergebnis passen!“

 

Stephan Schwabl

 

Du möchtest Insider-Infos vom Geschehen in Podersdorf? Dann check das twitter-Profil von Max Matissek (@9max7)!

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