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"Wer laufen kann, kann auch Trail Running"

Wer kennt das nicht? Zum wiederholten Male hat man sich vorgenommen, seinem Körper etwas Gutes zu tun und sich mehr zu bewegen. Die alten Turnschuhe werden aus dem Schrank geholt und schon geht's los. Doch nach den ersten Laufversuchen sinkt die Motivation immer mehr. Irgendwie hat man sich das anders vorgestellt.

Der Grund ist meist eine schlechte Vorbereitung und Ausrüstung. Bevor man seine Laufkarriere startet, sollte man einige Fragen für sich beantworten:

Wo möchte ich laufen? Was muss ich bei der Auswahl der richtigen Schuhe beachten? 

Die Antworten auf diese Fragen gibt Salomon-Produktmanager Thomas Kamm im Interview:

Frage: Was verstehen Sie unter Trail Running?

Thomas Kamm: Laufen abseits von Asphalt.

Frage: Wo findet Trail Running statt?

Kamm: Da wo der Asphalt aufhört.

Frage: Welche Kriterien sind bei der Auswahl des richtigen Schuhs von Bedeutung?

Kamm: Grip – Stabilität – Gewicht – Dämpfung – Atmungsaktivität – Wetterschutz – Schnürtechnologien – Sicherheit – Passform –Traktion – Abrollverhalten - Rebound

Frage:  Was kennzeichnet einen Trailrunningschuh und welche Ausrüstung benötigt man um ein perfektes Lauferlebnis sicherzustellen?

Kamm: Zuerst muss ich mir einige Fragen beantworten:
Wo laufe ich (Ort/Schwierigkeitsgrad Gelände/Höhe)? Wie lange laufe ich (Zeit)? Wie schnell laufe ich (Geschwindigkeit/Wettkampf)? Wann laufe ich (Tageszeit/Jahreszeit)? Was für eine Art Läufer bin ich (Neutral/Suppination/Pronation)?

Danach richtet sich schließlich die Ausrüstung. Richtung XA nimmt Grip und Stabilität zu. Richtung XS nehmen Dämpfung und Abrolleigenschaften zu. XS steht für minimales Gewicht und maximaler Grip

Frage:  Warum macht Kompression Sinn?

Kamm: Höhere Leistungsfähigkeit, bessere Technik, schnellere Regeneration.
Vor allem im Gebirge machen Trinksysteme Sinn, die genügend Packvolumen haben, um auch den notwendigen Wetterschutz mitnehmen zu können. Schwieriges Gelände erfordert oft robustere Materialien bei der Bekleidung.
Unterschiedliche Witterungsverhältnisse können durch wind- und wasserdichte Materialien abgedeckt werden.
Trail Running Textilien bieten oft mehrere Technologien als herkömmliche Laufbekleidung (zusätzliche Taschen/aufrollbare Kapuze/Handwärmer/zusätzliche Reissverschlüsse/Reflektoren…)

Frage: Muss man Trail Running lernen?

Kamm: Wer Laufen kann, kann im Grunde genommen auch Trail Running. Beim Laufen stehen die konditionellen Fähigkeiten im Vordergrund (Kraft/Schnelligkeit/Ausdauer). Beim Trail Running kommen noch Koordinationsfähigkeit und Konzentrationsfähigkeit mit dazu. Je schwieriger das Gelände (Steine/Hindernisse) umso aufmerksamer muss man Laufen. Koordination ist notwendig, um unterschiedliche Geländeformen perfekt zu meistern. Beim Trail Running ermüdet man daher schneller. Allerdings kann man auch schneller abschalten und dem Alltag entfliehen.
Richtig knifflig wird’s dann beim Bergauf bzw.Bergab Laufen. Das erfordert spezielle Techniken. Aber auch die kann man schnell erlernen.

Frage: Gibt es Möglichkeiten um das Risiko des „Umknickens“ beim Laufen zu verringern?

Kamm: Der richtige Schuh ist schon mal die halbe Miete. Trainierte Läufer mit guten Koordinations- und Konzentrationsfähigkeiten knicken auch seltener um, da sie jeden Schritt antizipieren und damit brenzlige Situationen schon vorab vermeiden. Je schneller man die Schritte setzt, z.B. bergab, umso geringer das Risiko umzuknicken.

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