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Fünf Rennen, fünf Kontinente, fünf Siege

Kilian Jornet gewinnt in Malaysia und beendet die Saison mit seinem fünften Sieg im fünften Rennen auf fünf verschiedenen Kontinenten

Dem Katalanen aus dem Salomon Running Team gelingt in Kinabalu beim „Internationalen Climbathon“ nach 2:37:04 h ein hart erkämpfter Sieg mit der zweitbesten Abstiegszeit in der Geschichte des Rennens.

Mit diesem Lauf,  der eine Strecke von 21 km und insgesamt 2300 zu überwindende Höhenmeter mit sich brachte, beendet Kilian erfolgreich die Saison und sein persönliches Ziel, an fünf Rennen in fünf verschiedenen Kontinenten teilzunehmen.

Jornet gönnt sich Pause

Der Athlet aus Cerdanya gönnt sich jetzt eine wohlverdiente Pause, um danach fit und mit neuen Kräften in die Vorbereitung für die Skisaison starten zu können.

Um auch beim letzten Rennen in Kinabalu gewinnen zu können, musste Kilian wirklich alles geben. Der Italiener Marco Di Gasperi führte lange mit einem 4-minütigen Vorsprung und Jornet sah kaum mehr die Möglichkeit, diesen enormen Vorsprung aufholen zu können.

Doch mit einem brillanten Abstiegsfight und der damit zweitschnellsten Abstiegszeit in der Geschichte dieses Rennens gelang es dem Ausnahmeathleten, den Italiener einzuholen und am Ende mit einer Zeit von 2:37:04 den Sieg vor De Gasperi und Luis Alberto Hernando mit nach Hause zu nehmen.

Hohes Tempo

Bis 3 km vor Ende des Rennens, sah es jedoch nicht so aus, als würde es Kilian gelingen, auch im fünften Rennen auf dem fünften Kontinent als Sieger von der Laufstrecke zu gehen.

Das Tempo der Läufer war von Beginn an sehr hoch und Jornet schaffte es nicht, sich an die Spitze abzusetzen. Sein großes Vorbild und gleichzeitig sein stärkster Konkurrent, Marco de Gasperi,  führte das Läuferfeld an und erarbeitete sich einen schier unmöglich aufzuholenden 4-minütigen Vorsprung. Lange Zeit sah es deshalb danach aus, als würde die Gasperi das letzte Rennen im Weltcup für sich entscheiden.

Doch mit einem starken Abstiegssprint gelang es Kilian, bis auf wenige Sekunden an den Konkurrenten heranzukommen. In einem packenden und spektakulären Finale setzte sich der Katalane gegen den Italiener durch und Kilian konnte so seinen letzten Sieg im letzten Weltcuprennen feiern.

Zahlen sprechen für sich

Mit diesem Lauf beendet Jornet die diesjährige Laufsaison – 15 Rennen, 751 gelaufene Kilometer, 45.000 überwundene Höhenmeter, 5 Kontinente - diese Zahlen sprechen für sich. Für den Ausnahmeläufer bedeutet diese Saison aber weitaus mehr.

"Zahlen können nicht das ausdrücken, was ich während der Läufe gefühlt und erlebt habe. Es gab drei extrem harte und schwierige Rennen, in Giir die Mont, in Sierre Zinal und heute in Kinabalu. Ich durfte Kopf an Kopf gegen mein größtes Idol, den besten Kurzdistanzläufer aller Zeiten Marco de Gasperi fighten. Die Rennen fanden alle an wunderschönen Orten in einer traumhaften Umgebung statt, all die Emotionen, die ich während der Läufe erlebt habe, kann ich nicht in Worte fassen", so der Katalane.

"Höhen und Tiefen"

Journet weiter: "Ich durchlebte während dieser Saison Höhen und Tiefen und darf mich nun am Ende über meinen letzten Sieg freuen und bin sehr glücklich darüber", so der Katalane.

Mit diesem Sieg gelingt es Kilian auch im fünften und letzten Rennen sein persönliches Ziel, an fünf Rennen auf fünf verschiedenen Kontinenten teilzunehmen zu gewinnen und er kann sich so guten Gewissens eine kurze Regenerationspause gönnen, um in 4 Monaten wieder fit zu sein für die kommende Skitouren-Saison. 

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