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"Es ist nie zu spät zum Anfangen!"

Salomon: Katrin, warum läufst du?

Dr. Katrin Petzer: Ich laufe, weil ich damit meine Grundlagenausdauer ausgezeichnet trainieren kann und mit Laufen gelingt es mir sehr effizient, körperlich fit zu sein und es zu bleiben!

Salomon: In welchem Beruf bist du tätig?

Petzer: Ich bin selbständig als Unternehmensberaterin und Bilanzbuchhalterin tätig. Ich verschaffe meinen Kundinnen und Kunden kaufmännischen Durchblick und gebe Perspektiven, z.B. mit Gründungsberatung, Sanierungsberatung, Nachfolgeberatung. Ich begleite JungunternehmerInnen aber auch mit Buchhaltung und Bilanzierung, und berate sie bei ihren kaufmännischen Angelegenheiten. Außerdem bin ich Lektorin für das Ausbildertraining im Bezirk Kustein am Wifi und unterrichte am Management Center Innsbruck Financial Statement Analysis.

Salomon: Was verstehst du unter Trail Running?

Petzer: Für mich ist Trail Running alles, was Bewegung abseits von asphaltierten Straßen ist. Ich laufe quer durch den Wald, um den See, einfach raus vor die Haustür und über Wald- und Wiesenwege. Gerne nehme ich aber auch in den Urlaub die Laufschuhe mit und erforsche die Gegend!

Salomon: Warum bevorzugst du Trail Running dem Asphaltlaufen?

Petzer: Das hat für mich zwei Gründe: Zum einen ist die Bewegung in der Natur authentischer, man fühlt sich dem Boden viel näher und zum anderen schont es meine Knie.

Salomon: Was motiviert dich persönlich Trail Running zu betreiben?

Petzer: Für mich ist Bewegung an der frischen Luft und damit auch das Laufen als Teil davon wichtig, um einen Ausgleich zu finden. Ich möchte dabei dann eigentlich abseits der gängigen Wege sein. Ich denke mir: Lieber allein durch den Wald, als mit vielen Menschen zusammen in einem Fitnesscenter.

Salomon: Wie wichtig ist für dich das richtige Equipment?

Petzer: Das richtige Equipment ist für mich sehr wichtig. Ich denke mir, ich arbeite professionell, ich möchte mich professionell erholen und dafür möchte ich eine professionelle Ausrüstung. Das heißt für jede Sportart das Richtige. Daher kaufe ich auch nur im Sportfachhandel, weil ich die Beratung suche und hier auch die Markenware bekomme, die ich möchte.

Salomon: Läufst du das ganze Jahr hindurch?

Petzer: Für mich war Laufen immer in der Grenzzeit zwischen Sommer und Winter, zwischen Ski- und Radfahren interessant. Inzwischen laufe ich aber das ganze Jahr gerne, auch im Spätherbst und Winter, außer bei eisigen Wegen. Das heißt, für mich gibt es auch kein schlechtes Wetter. Wenn es regnet, ziehe ich mich eben entsprechend an und lasse meine Brille zu Hause. Aber ich schwimme auch sehr viel, gehe viel Radfahren und natürlich Skifahren.

Salomon: Was sind deine bevorzugten Laufterrains?

Petzer: Am liebsten laufe ich auf Waldboden, auf Forstwegen, quer durch den Wald und um Seen.  

Salomon: Wie lässt sich der Sport mit deinem Berufs- und Privatleben vereinbaren?

Petzer: Das ist eine Frage der Einteilung und ich denke, wenn man sich die Zeit dafür nimmt, dann ist sie auch da. Das geht als selbständige Unternehmerin leichter als im Angestelltenverhältnis! Es ist sehr wichtig einen Ausgleich zum Beruf zu haben, man kann das Gehirn auslüften und auch wieder Energie tanken.

Salomon: Wie oft in der Woche bist du sportlich aktiv?

Petzer: 120-130 Mal im Jahr betreibe ich Sport, davon ca. 40 Mal Laufen. Das Tolle am Laufen ist, da geht man hinaus vor die Haustüre und kann loslaufen, das ist nicht so zeitaufwändig wie andere Sportarten.

Salomon: Wie sieht eine typische Laufeinheit von dir aus?

Petzer: Laufen ist eigentliche eine der Sportarten, bei der ich mich am kürzesten bewege und die ich überall – auch bei Städteurlauben z.B. – durchführen kann. Ich laufe ungefähr 40 Minuten bis zu einer Stunde. Heuer hab ich auch einen Laufpartner in unserem neuen Nachbarn gefunden, der läuft eher in meinem Tempo als mein Mann. Wenn ich mit meinem Mann laufe, läuft er immer sein Tempo voraus, kommt wieder retour und begleitet mich wieder ein Stück, dann läuft er wieder vor. So kommen wir beide auf unsere Laufintensität.

Salomon: Welche Tipps würdest du einem Anfänger geben?

Petzer: Ich würde sagen, auf die richtige Ausrüstung schauen, sich beim Schuhwerk beraten lassen und dann raus in die Natur. Und die Pulsuhr ja nicht vergessen! Und für die bisher total Unsportlichen: Es ist nie zu spät zum Anfangen! Laufen eignet sich perfekt zum Sportlich werden! Zuerst mit einem Leistungsdiagnostik-Test seine Pulswerte kennenlernen, immer mit Pulsuhr trainieren und das Ganze langsam und gemütlich angehen, auch ruhig mal dazwischen gehen, dann macht es Spaß und man sieht und spürt sehr schnell die Steigerungen!

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