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"Trail Running fördert Konzentration und Reaktion"

Salomon: Herr Magister Huber, was verstehen Sie unter Trail Running?

Mag. Reinhard Huber: Trail Running ist für mich der Inbegriff des Laufens. Der Läufer/in holt sich sein Lauferlebnis inmitten der Natur, auf Wald-, Wiesen- und Schotterwegen.

Salomon: Worin liegen die wesentlichen Unterschiede des Trail Running zum reinen Asphaltlaufen?

Mag. Huber: Das Lauftempo muss ständig den stetig wechselnden Gegebenheiten, wie Bodenbeschaffenheit, Steigungen, Gefälle, angepasst werden, d.h. Trails provozieren einen permanenten Tempowechsel. Laufen im Gelände  ist nicht nur für den Körper eine anspruchsvolle Belastung, sondern auch für den Kopf. Der Läufer/in muss ständig den Boden - wo setze ich den Fuß auf - und die Umgebung - wo sind natürliche Hindernisse, denen man ausweichen muss - im Auge behalten. Es wird nicht nur Ausdauer, Kraft und Koordination trainiert, sondern auch Konzentration und Reaktionsvermögen. Laufen auf weichem Untergrund ist gelenksschonender, weil der Aufprallpic wesentlich geringer ist als beim Asphaltlaufen.

Salomon: Was macht für Sie die Faszination am Trail Running aus?

Mag. Huber: Ich habe das Privileg, meine Trails von der Haustüre weg starten zu können. Während dem Laufen die Natur mit allen Sinnen genießen zu können, gleichzeitig Körper und Geist zu trainieren, macht diesen Sport für mich so faszinierend.

Salomon: Welche Muskelpartien werden beim Trail Running trainiert?

Mag. Huber: Trail Running ist ein Ganzkörpertraining, wobei besonders die Fuß- und Beinmuskulatur beansprucht wird. Aber auch die Becken-Rumpfmuskulatur, die für eine optimale Laufposition mitverantwortlich ist, wird ordentlich gefordert.

Salomon: Worin sehen Sie die Vorteile des Trail Running gegenüber des reinen Asphaltlaufens?

Mag. Huber: Allein schon durch die sich stetig verändernde Umgebung ist das Trail Running einfach abwechslungsreicher. Unterschiedliche Bodenverhältnisse, abwechselnde Bergauf- und Bergabpassagen machen diese Laufart zu einem intensiven Ganzkörpertraining. Durch die natürlichen Bodenunebenheiten kommt es zu einem ständigen Belastungswechsel im Fußbereich, dadurch wird der Muskel-Sehnen-Bandapparat besonders gefordert und gekräftigt.

Salomon: Als Sporttherapeut haben Sie täglich mit Menschen zu tun, die ihre körperliche Fitness verbessern wollen. Warum empfehlen Sie Ihren Kunden Trail Running?

Mag. Huber: Die vielfältigen Ansprüche des Trail Running an den gesamten Bewegungsapparat und der Erholungseffekt durch die natürliche Umgebung machen diesen Sport so attraktiv. Mit einem geringen Aufwand kann man Trail Running fast zu jeder Zeit zu Hause, im Urlaub oder auf der Geschäftsreise ausüben, ein wichtiger Faktor für die Bewegungsmotivation vieler Menschen.

Salomon: Was sollte ich als Trail Running Einsteiger unbedingt beachten?

Mag. Huber: Als Einsteiger sollte ich für meine Läufe am Beginn leichtes Gelände auswählen, d.h. Schotterwege vor stark verwurzelten Waldwegen, leicht kupiertes Gelände vor langen, steilen Bergaufpassagen. Zur Schonung der Kniegelenke Bergabpassagen eventuell gehend bewältigen. Die Trails sollten am Beginn nicht zu lange sein, denn durch die Ermüdung sinkt die Konzentrationsfähigkeit und dementsprechend steigt die Verletzungsgefahr.

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