Aus der Hölle in den Himmel

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Degenkolb gewinnt 113. Paris-Roubaix

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John Degenkolb hat am Sonntag seinen zweiten Erfolg in einem der "Monumente" des Radsports gefeiert.

Der Profi des Giant-Rennstalls gewann drei Wochen nach Mailand-San Remo auch die 113. Auflage von Paris-Roubaix.

Nach 253 Kilometern, davon mehr als 50 über das gefürchtete Kopfsteinpflaster setzte er sich im Sprint einer siebenköpfigen Spitzengruppe vor dem Tschechen Zdenek Stybar durch.

ÖRV-Trio nicht im Spitzenfeld

Degenkolb siegte bei der "Königin der Klassiker" als erster Deutscher seit Josef Fischer bei der Premiere im Jahr 1896. Der 26-Jährige hatte sechs Kilometer vor dem Ziel zu einem Spitzentrio mit dem Belgier Greg van Avermaet aufgeschlossen, im Finish kamen weitere Fahrer hinzu.

Die drei Österreicher Bernhard Eisel (13. Teilnahme), Matthias Brändle und Marco Haller (beide Debütanten) vermochten sich nicht im Vorderfeld zu platzieren.

Wiggins gab Abschiedsvorstellung

Bradley Wiggins, der Tour-De-France-Gewinner von 2012, setzte in seinem letzten Straßenrennen für das Team Sky - er konzentriert sich künftig auf die Olympia-Vorbereitung auf der Bahn - auf den letzten 30 Kilometern Akzente, kam aber ebenso wie der Norweger Alexander Kristoff, der Gewinner der Flandern-Rundfahrt, nicht mit der Spitze ins Ziel.

Degenkolb hatte mit einer Energieleistung den Anschluss an die Spitze geschafft. Im Velodrom von Roubaix attackierte er rund 100 m vor dem Ziel und triumphierte sicher vor Stybar und Van Avermaet.

"Ich kann es nicht fassen"

"Von dem Sieg in diesem Rennen habe ich immer geträumt. Es ist unglaublich, ich kann es nicht fassen", sagte Degenkolb, der einen Pflasterstein als Siegespreis erhielt. "Mein Team hatte immer alles unter Kontrolle. Ich hatte nie Angst, dass etwas schiefgehen könnte und das war der Schlüssel."

Die "Hölle des Nordens" präsentierte sich bei Sonne und trockener Fahrbahn weniger gefährlich, mehrere Mitfavoriten mussten dennoch nach Stürzen und Defekten aufgeben. So kamen u.a. Geraint Thomas (GBR) und Stijn Devolder (BEL) nicht ins Ziel.

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