Aufmacherbild

Wer stößt Cancellara vom Zeitfahr-Thron?

Der Topfavorit für das Zeitfahren der Rad-Weltmeisterschaften am Mittwoch in Kopenhagen heißt einmal mehr Fabian Cancellara.

Der Schweizer greift auf dem flachen 46,4-km-Kurs nach seinem dritten Titel in Folge und dem fünften insgesamt.

Der 30-jährige Olympiasieger scheint nach einer durchwachsenen Saison diesmal aber durchaus verwundbar.

Vor allem der Deutsche Tony Martin, der Cancellara im Kampf gegen die Uhr heuer bei der Tour de France und der Vuelta geschlagen hat, ist nach zuletzt zweimal WM-Bronze der erste mögliche Thronfolger.

Die Form passt

Aber Cancellara ist trotz eines bisher wenig berauschenden Jahres zuversichtlich.

"Ich habe ein gutes Gefühl. Es ist mir gelungen, mich in der Vuelta in Form zu fahren. Vor allem zeigen mir die Auswertungen, dass meine Vorbereitungen richtig waren", sagte Cancellara.

"Ich habe ganz klar formuliert, dass ich in diesem Jahr Zeitfahr-Weltmeister werden will", hielt Martin dem entgegen.

Ohne Österreicher

Der letzte Fahrer, der die 2006 bei der WM in Salzburg begonnene Goldserie des Eidgenossen unterbrochen hat, war vor drei Jahren mit Bert Grabsch ebenfalls ein Deutscher.

Auch diesmal hat Cancelllara Grabsch auf der Rechnung. "Er hat Tony Martin bei den deutschen Meisterschaften um eineinhalb Minuten geschlagen", merkte der Schweizer an.

Ein gutes Omen für Grabsch sollte sein Sieg im Zeitfahren der heurigen Österreich-Rundfahrt sein. Dieses hatte er nämlich auch vor seinem überraschenden WM-Triumph 2008 in Varese gewonnen.

Österreich ist in der ersten WM-Entscheidung der Herren-Elite übrigens neuerlich nicht vertreten.

Mehr zum Thema Zum Seitenanfang»