WM-Kurs? "Genau mein Terrain"

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Pöstlberger: "Der Kurs ist genau etwas für mich"

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Eine Straßenrad-WM in den Niederlanden? Das beudetet Begeisterung pur.

Mit dieser durfte Österreichs Staatsmeister Lukas Pöstlberger Bekanntschaft machen, obwohl er noch gar nicht im Einsatz war.

"In jeder Ortschaft gibt es Wegweiser mit Kilometerangaben bis zur WM und wie man hinkommt. Das ist total lustig", so der Youngster bei LAOLA1 über seine Anreise nach Limburg.

U23 als heißestes ÖRV-Eisen

Der 20-Jährige wurde auch schon wiedererkannt - zumindest als Rennfahrer: "In Holland und Belgien sind immer Tausende Radfahrer unterwegs und die sind recht aufgeregt, wenn dann so ein Nationaltrikot herumfährt. Ich habe einmal beim Training eine Gruppe überholt, die haben mir gleich nachgeschrien."

Pöstlbergers großer Auftritt folgt am Samstag, wenn das U23-Rennen der Herren auf dem Programm steht - der Bewerb, in dem Österreich wohl am ehesten ein Wörtchen um Gold, Silber und Bronze mitreden kann.

Breite Brust

Für den ÖRV werden auf dem 16,1 km langen Rundkurs zwischen Maastricht und Valkenburg Georg Preidler (TT1), Patrick Konrad, Andreas Hofer (beide Vorarlberg), sowie Jan Sokol und eben Pöstlberger (beide Gourmetfein) in die Pedale treten.

Der Oberösterreicher kommt mit einer extrem breiten Brust in den Süden der Niederlande und freut sich schon richtig auf das Großereignis.

Der Allrounder konnte erst vor zwei Wochen mit einem Etappensieg bei der Tour de l'Avenir - die auch gerne Tour de France der Jugend genannt wird - einen tollen Erfolg.

Preidler wohl Kapitän

Kapitänsansprüche stellt der Youngster deswegen aber keine.

"Georg (Anm.: Preidler) hat die meiste Erfahrung auf diesem Level. Er kann vielleicht die eine oder andere Situation besser lesen und weiß dann, was zu tun ist. Aber der Stärkste wird natürlich forciert", so Pöstlberger.

Was den 20-Jährigen besonders positiv stimmt, ist der Kurs: "Das ist genau mein Profil. Ein Rennen, das mir eigentlich auf den Leib geschneidert ist. Es ist schnell, die Berge sind nicht zu lange. Auch Georg ist auf so einem Terrain richtig stark."

"Das Wetter ist mir wurscht"

Da kann auch Petrus kaum einen Strich durch die Rechnung machen. "Das Wetter ist mir ziemlich wurscht, alles, was über zehn Grad ist, ist okay. Und wenn es regnet: Mein Gott, dann muss man halt in den Kurven aufpassen."

Bei all dem gerechtfertigten Optimismus weiß Pöstlberger aber, dass eine Medaille alles andere als ein Selbstläufer wird. "Wir haben gute Leute dabei, wir sind motiviert, fangen aber nicht zu früh zum Träumen an. Man muss die Rennsituation abwarten."

Ein Favorit aus Luxemburg

Favoriten gäbe es schließlich genug. "Bob Jungels, ein Luxemburger, der sich das ganze Jahr auf die WM vorbereitet hat. Mit den Italienern ist immer zu rechnen. Für die Sprinter wird es eher schwer, aber Jan (Anm.: Sokol) kommt gut über die Hügel."

Die letzten Tage und Stunden vor dem Rennen werden naturgemäß eher ruhiger angegangen. Regenerierungs- und Vorbelastungseinheiten stehen auf dem Programm.

Außerdem heißt es für Pöstlberger und Co. auch, "die anderen Rennen zu verfolgen, um zu sehen wie sich der Kurs im Renntempo so gibt und auch, um die Organisation kennenzulernen." Jedes Puzzlestück kann schließlich im Kampf um die Medaillen entscheidend sein.

 

Máté Esterházy

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