Rohregger stellt sich in den Dienst der Mannschaft

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Der Tiroler Thomas Rohregger hat seine eigenen Ambitionen bei der Vuelta a Espana hintangestellt. Mit einem Etappenerfolg in den Bergen spekuliert der 28-Jährige nur noch insgeheim. Seine Teamkollegen Jakob Fuglsang und Maxime Monfort fahren um den Gesamtsieg.

"Daher stelle ich mich komplett in den Dienst der Mannschaft", erklärte Rohregger am Dienstag, dem ersten Ruhetag, gegenüber der APA.

Nach dem Auftaktsieg mit Leopard-Trek im Teamzeitfahren hatte Rohregger auch bei der ersten Bergankunft in der Sierra Nevada aufgezeigt, war zwischenzeitlich sogar virtuell im Leadertrikot gefahren.

Sein Fluchtversuch war allerdings vier Kilometer vor dem Ziel beendet. "Es ist wichtig, aktiv zu sein und auf seine Chancen zu warten", meinte der Sieger der Österreich-Rundfahrt von 2008. "Es kann sich immer etwas ergeben."

"Man muss realistisch bleiben"

Rohregger, der für dieses Teilstück vom Team freie Hand erhalten hatte, war auf einen Tagessieg aus gewesen. "Vielleicht kann ich ja noch eine Bergetappe abschießen", hoffte der Tiroler.

"Man muss aber realistisch bleiben. In erster Linie fahre ich für das Team." Dort liegt der Däne Fuglsang auf dem zweiten, der Belgier Monfort auf dem sechsten Gesamtrang - beide weniger als eine Minute hinter dem britischen Leader Chris Froome.

Die Rundfahrt könnte sich laut Rohregger schon in der zweiten Woche entscheiden. Immerhin stehen am Mittwoch, Samstag und Sonntag gleich drei Bergankünfte auf dem Programm.

Jene am Sonntag führt auf den gefürchteten Alto de l'Angliru und ist bis zu 23,5 Prozent steil. "Es liegt viel Arbeit vor uns. Da rücken die eigenen Ambitionen in den Hintergrund", erklärte Rohregger. "Es gibt eine Teamtaktik. Dagegen zu arbeiten, wäre unsinnig."

Rohregger ist zufrieden

Körperlich fühlt sich der Kramsacher in guter Verfassung. Die Hitze und die langen Transfers hätten aber an den Reserven gezehrt. Am Ruhetag standen daher nach einer zweistündigen Ausfahrt vor allem Massagen auf dem Programm.

"Es waren zehn sehr harte Tage", betonte Rohregger, der seine zweite Spanien-Rundfahrt nach 2009 bestreitet. Damals hatte der Tiroler nach einem Sturz vor der zehnten Etappe verletzungsbedingt aufgeben müssen.

Diesmal will Rohregger Madrid auf jeden Fall erreichen. "Mit meiner Leistung bin ich bisher sehr zufrieden", versicherte der Leopard-Profi. Schon der Auftakterfolg im Mannschaftszeitfahren in Benidorm sei ein "gewaltiges Erlebnis" gewesen.

Rohregger war dadurch zum erst vierten Österreicher der Geschichte nach Max Bulla, Peter Luttenberger und Georg Totschnig avanciert, der bei einer großen Landesrundfahrt eine Etappe gewonnen hat.

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