Eisel traut Porte den Sieg zu

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Eisel traut Zimmerkollegen Porte Tour-Sieg zu

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Österreichs Rad-Routinier Bernhard Eisel traut seinem Zimmerkollegen Richie Porte bei der Tour de France den Gesamtsieg zu.

2:23 Minuten liegt der Australier nach zehn Etappen hinter Spitzenreiter Vincenzo Nibali aus Italien. Auch Eisels volle Aufmerksamkeit im Team Sky gilt nach dem sturzbedingten Aus von Titelverteidiger Chris Froome nun dem 29-Jährigen.

"Ich kann mir einen schlechteren Plan B vorstellen", versicherte Eisel am ersten Ruhetag in Besancon.

Beserer Zeitfahrer

Auf den langen Bergen sieht der Steirer seinen Zimmerkollegen gegenüber Nibali im Vorteil. "Er kann zulegen, vor allem wenn es richtig heiß wird in den Pyrenäen", meinte Eisel.

"Und er ist der bessere Zeitfahrer." Sollte Nibali seine überragende Form halten, sei er aber nicht mehr zu knacken.

In den vergangenen Tagen hatten bei regnerischen Bedingungen schwere Stürze die Schlagzeilen bestimmt. Vor Topfavorit Alberto Contador, der am Montag die Segel streichen musste, hatte es vergangene Woche bereits Froome erwischt.

"Das ist natürlich ein Riesenverlust für uns. Aber Stürze passieren leider", sagte Eisel. "Als klar war, dass Chris die Tour nicht zu Ende fahren kann, haben wir den Schalter umgelegt und nach vorne geschaut."

Ähnliche Typen

Es sei die Chance für Porte, zu zeigen, dass er das Zeug zum Tour-Sieger habe.

Der Australier hat im Vorjahr die Fernfahrt Paris-Nizza gewonnen. "Richie ist ein ähnlicher Typ wie (Ex-Weltmeister) Mark Cavendish und er ähnelt auch mir vom Naturell", beschrieb Eisel seinen neuen Chef.

"Er kann aufbrausend sein, wenn es stressig ist, läuft alles nach Plan, ist er aber total entspannt."

Auch Porte war Mitte vergangener Woche auf der turbulenten Kopfsteinpflaster-Etappe im Norden Frankreichs gestürzt.

Eisel dagegen, der sich als Helfer auch immer wieder mit Nibali austauscht, kam sturzfrei durch.

"Natürlich bin ich angeschlagen, der gesamte Körper und speziell die Beine sind müde", erklärte der 33-Jährige. "Aber wir liegen in der Gesamtwertung auf Rang zwei. Ich darf mich also nicht beschweren."

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