Eine "atypische" Tour

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Tour 2015 nur mit kurzem Einzelzeitfahren

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Die Tour de France kommt 2015 ohne ein langes Einzelzeitfahren aus.

Die am Mittwoch in Paris präsentierte Strecke der 102. Frankreich-Radrundfahrt enthält lediglich einen Einzel-Prolog (14 km) und ein Mannschaftszeitfahren (28 km).

Dafür warten auf die Profis um Titelverteidiger Vincenzo Nibali wieder zahlreiche Berge wie die entscheidende Ankunft in Alpe d'Huez am vorletzten Tag.

"Atypischer" Parcours

Die Tour beginnt am 4. Juli 2015 in Utrecht und endet nach 3.344 Kilometern am 26. Juli in Paris.

Lediglich 14 km im Kampf gegen die Uhr hat es beim bedeutendsten Radrennen der Welt seit 1947 nicht gegeben.

Renndirektor Christian Prudhomme bezeichnete den Parcours deshalb auch als "atypisch".

Über Belgien nach Frankreich

Nach dem Prolog in Utrecht folgen drei Etappen in den Niederlanden und Belgien, bevor es für einige Tage in Nordfrankreich weitergeht.

Die küstennahen Abschnitte der ersten Woche sind zumeist flach, enthalten aber kurze, giftige Anstiege wie die Mur de Huy und die Mur de Bretagne.

Eine Etappe wird auf den gefürchteten Pflastersteinen gefahren.

Acht Bergankünfte

Ab der zweiten Woche führt die Tour in die Berge. Insgesamt sind acht Bergankünfte zu bewältigen.

In den Pyrenäen geht es unter anderem nach La Pierre Saint Martin, Cauterets Valle de Saint Savin und Plateau de Beille.

Entschieden wir die "Große Schleife" aber erst in den Alpen, wo gegen Ende vier schwere Gebirgsabschnitte hintereinander auf dem Programm stehen.

Vorletzte Etappe auf Alpe d'Huez

Die Königsetappe ist das 19. Teilstück über 138 km mit vier Pässen nach La Toussuire.

Danach geht es noch auf einen 110-km-Abschnitt mit dem legendäre Schlussanstieg nach Alpe d'Huez, ehe die Rundfahrt wie gewohnt auf den Champs-Elysees endet.

Passt Froome?

Der ehemalige Tour-Sieger Chris Froome überlegt, die nächste Frankreich-Rundfahrt auszulassen.

"Ich sehe mich als ausgeglichenen Gesamtklassementfahrer, und der Giro mit seinem langen Zeitfahren über 60 km und harten Bergankünften ist eine ausgeglichene Route, die mir sehr gut passt", meinte Froome, der im Gegensatz zu anderen Topfahrern nicht in Paris weilte.

Endgültige Entscheidung folgt

Entschieden sei sein Rennplan 2015 allerdings noch nicht. "Mein Team und ich werden alles gewissenhaft betrachten und dann entscheiden, welche großen Länderrundfahrten ich bestreiten werde", sagte der 2013 bei der Tour siegreiche Brite.

Sollte er den Giro fahren, würde er die Tour auslassen und könnte bei der Vuelta a Espana im September wieder in Topverfassung sein.

Heuer hatte Froome die Frankreich-Rundfahrt wegen Sturzverletzungen vorzeitig verlassen müssen. Bei der Spanien-Rundfahrt wurde er hinter Alberto Contador Zweiter.

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