MTN-Qhubeka feiert am "Mandela Day" Siegpremiere

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Ausgerechnet am internationalen Gedenktag für den früheren Staatspräsidenten Nelson Mandela hat das südafrikanische Radteam MTN-Qhubeka seinen ersten Etappensieg bei der Tour de France eingefahren.

Der Brite Steve Cummings zeichnete am Samstag in Mende dafür verantwortlich. Die Gesamtführung seines Landsmannes Chris Froome war auf dem giftigen Schlussanstieg der 14. Etappe nicht in Gefahr.

Froome wehrt alle Angriff ab

Froome parierte im Finish einige Angriffe, darunter einen des früheren Giro-Siegers Nairo Quintana. Der Kolumbianer schob sich am US-Amerikaner Tejay van Garderen vorbei und ist mit 3:10 Minuten Rückstand neuer Gesamtzweiter.

Hinter Van Garderen (+3:32 Min.) folgen im Gesamtklassement die beiden Spanier Alejandro Valverde (+4:02) und Alberto Contador (4:23).

Zwei Franzosen patzten

Die 178,5 km lange, mittelschwere Etappe von Rodez nach Mende hatte es in sich. Froomes Sky-Team ließ die Ausreißer gewähren. Rang 20 mit über vier Minuten Rückstand reichte dem Tour-Dominator, um sein Gelbes Trikot sicher zu verteidigen.

An der Spitze nutzte Cummings einen Fehler der beiden Franzosen Thibaut Pinot und Romain Bardet, die sich, den Sieg vor Augen, nicht einig waren.

Zu hoch gepokert

Pinot und Bardet hatten den drei Kilometer und durchschnittlich mehr als zehn Prozent steilen Anstieg zur Cote de la Croix Neuve, benannt nach ihrem berühmten Landsmann Laurent Jalabert, als Erste absolviert.

Auf den leicht abschüssigen 1.500 m bis ins Ziel pokerten sie aber zu hoch und Cummings war zur Stelle. "Es war einfach der richtige Moment", sagte der 34-Jährige. "Ich habe immer davon geträumt, eine Etappe wie diese zu gewinnen."

"Es ist unglaublich"

Tatsächlich war es der richtige Moment - auch für sein Team, das in diesem Jahr als erste afrikanische Mannschaft zur Frankreich-Rundfahrt eingeladen worden ist und mit Daniel Teklehaimanot aus Eritrea als zwischenzeitlichem Träger des Bergtrikots bereits für Schlagzeilen gesorgt hat. Am Geburtstag des vor eineinhalb Jahren verstorbenen Mandela landete MTN seinen bisher größten Erfolg.

"Es ist unglaublich, dass uns dieser Sieg gelungen ist", erklärte Teklehaimanot. Für Mandelas Geburtstag habe sich das Team besonders viel vorgenommen gehabt.

"Wir haben schon vorher gesagt, dass das unser Tag ist, dass wir etwas versuchen wollen. Das ist der Tag der Tage. Es freuen sich alle afrikanischen Radsport-Fans." Die Franzosen dagegen ließen ihren zweiten Tagessieg bei dieser Tour vor den Augen von Staatspräsident Francois Hollande entgleiten.

ÖRV-Profis nicht vorne dabei

Die drei ÖRV-Profis hatten mit der Entscheidung nichts zu tun. Der Steirer Georg Preidler kam mit etwas mehr als einer Viertelstunde Rückstand ins Ziel und ist auch im Gesamtklassement als 104. der bestplatzierte Österreicher.

Am Sonntag könnte der Kärntner Marco Haller als Helfer für den Norweger Alexander Kristoff gefordert sein. Die 183 km von Mende nach Valence markieren eine der wenigen verbleibenden Chancen für die Sprinter.

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