Sagan als tragische Figur

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Sagan einmal mehr Zweiter - Sieg für van Avermaet

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Sieben Jahre nach einem Vuelta-Etappensieg hat der Belgier Greg van Avermaet auch bei der Tour de France zugeschlagen.

Der 30-Jährige setzte sich am Freitag auf dem steilen, 570 Meter kurzen Schlussanstieg des 13. Teilstücks von Muret nach Rodez (198 km) vor dem Slowaken Peter Sagan durch.

Der ist inzwischen der tragische Held dieser Tour, wurde er doch bereits zum vierten Mal - wie übrigens schon 2013 und 2014 - Etappenzweiter.

Tour-Dominator Chris Froome wurde am Tag nach dem Pyrenäen-Triple nicht attackiert.

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Froome hatte wie seine schärfsten Verfolger sieben Sekunden Rückstand auf den Tagessieger und führt die Gesamtwertung weiter mit 2:52 Minuten Vorsprung auf Tejay van Garderen (USA) und 3:09 auf Nairo Quintana (COL) an.

Bis Montag stehen drei weitere "Überstellungs-Etappen" ohne Bergwertungen der obersten Kategorie auf dem Programm, da bieten sich Ausreißern gute Chancen.

Am Freitag kam eine sechsköpfige Gruppe jedoch nicht durch. Alexandre Geniez wollte in seiner Heimat brillieren - er ist in Rodez aufgewachsen - vermochte aber just im letzten langen Anstieg dem Tempo eines Spitzentrios nicht mehr zu folgen. Doch auch Wilco Kelderman (NED/20.), Thomas de Gendt (BEL/29.) und Cyril Gauthier (FRA/28.) wurden wenige hundert Meter vor dem Ziel nach einer Flucht über rund 170 km eingeholt.

"Voll durchgezogen"

Van Avermaet gelang bei der 102. Auflage nach vier Top-6-Platzierungen und einem Sieg im Teamzeitfahren mit der BMC-Equipe um van Garderen nun der große Coup. Vor vier Jahren noch Etappensieger der Österreich-Rundfahrt in Bruck/Leitha, triumphierte der Gewinner der heurigen Belgien-Rundfahrt und Klassiker-Spezialist (2. Flandern-Rundfahrt 2014) auch auf der größten Bühne.

"Ich habe den Sprint früh begonnen, hörte dann jemanden kommen und habe voll durchgezogen", schilderte Van Avermaet die letzten Meter. "Bei der Grande Boucle zu gewinnen, ist fantastisch."

Der Slowake Sagan, der die Punktewertung anführt und diese heuer schon zum vierten Mal gewinnen will, musste sich insgesamt sogar schon zum 15. Mal bei der Tour mit dem Ehrenplatz begnügen. Der Profi des Tinkoff-Rennstalls um Alberto Contador hat aber auch schon vier Etappen (zuletzt 2013) gewonnen.

Der Kärntner Marco Haller war als einziger der drei Österreicher bis zum Finale vorne dabei. Er brachte seinen Katusha-Kollegen Alexander Kristoff (NOR) vor der Schlusssteigung in gute Position, doch der erfolgreichste Radprofi der Saison (18 Siege) kam über den 34. Platz nicht hinaus.

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