4. Etappe: Kittel wieder nicht zu schlagen

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Die Sprint-Show des Deutschen Marcel Kittel geht auch auf Frankreichs Straßen weiter.

Der Giant-Fahrer holte sich am Dienstag nach der Rückkehr aus England bereits seinen dritten Tagessieg auf der vierten Etappe der 101. Tour de France.

Kittel siegte nach 163,5 Kilometern von Le Touquet-Paris-Plage nach Lille vor Alexander Kristoff (NOR) und Arnaud Demare (FRA).

Diesmal mehr Arbeit für Kittel

Im Gegensatz zum Tour-Auftakt am Samstag in Harrogate und der Ankunft am Montag in London setzte sich Kittel allerdings nur knapp durch.

Der 26-Jährige hatte sichtlich mehr Mühe als an den Tagen zuvor. Erst ganz am Schluss zog der nun siebenfache Tour-Etappensieger noch an Mailand-Sanremo-Sieger Kristoff vorbei.

Der Norweger hatte den Sprint sehr früh lanciert, am Ende blieb ihm aber nur der zweite Platz. Der Österreicher Bernhard Eisel kam zeitgleich mit dem Sieger als 79. ins Ziel.

Im Gesamtklassement ergaben sich auf den ersten Positionen keine Verschiebungen. Vincenzo Nibali, der Sieger der zweiten Etappe vom Sonntag, führt weiterhin mit zwei Sekunden Vorsprung vor dem Slowaken Peter Sagan und Michael Albasini (SUI).

Schleck steigt aus

Unterdessen ist Andy Schleck vor der vierten Etappe ausgestiegen. Das teilte sein Trek-Rennstall mit.

Schleck hatte bei einem Sturz auf der dritten Etappe von Cambridge nach London Verletzungen am Meniskus und den Bändern im rechten Knie erlitten. Der Luxemburger, Gesamtsieger von 2010, reiste zu einer genaueren Untersuchung nach Basel.

Froome gestürzt

Auch Vorjahressieger Chris Froome ist zu Fall gekommen. Der Brite erlitt am Weg nach Lille Verletzungen am Oberschenkel, der Schulter, an Knien und Ellbogen.

"Es ist alles in Ordnung. Wir haben uns gefürchtet, weil es ein schwerer Sturz war, aber er scheint okay zu sein", teilte Sky-Sportdirektor Nicolas Portal mit.

"Es sind vor allem Abschürfungen, aber er hat sich sehr wehgetan. Er klagt auch über das Handgelenk, aber da müssen wir abwarten, was Sache ist", sagte Tourärztin Florence Pommerie, nachdem sich Froome beim Rennarzt hatte behandeln lassen. Bereits bei seinem Sturz beim Criterium du Dauphine Anfang Juni war er auf die linke Seite gefallen.

Doch Froome, der sich auf dem Rad verarzten ließ, beendete die Etappe zeitgleich mit Sieger Kittel und hat in der Gesamtwertung ebenfalls weiter zwei Sekunden Rückstand auf Nibali.

Am Mittwoch wartet auf die Fahrer die gefürchtete Kopfsteinpflaster-Etappe durch die "Hölle des Nordens". Über 155,5 Kilometer, davon gut 15 über die Paves, geht es von Ypres nach Arenberg.

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