Litauer feiert Ausreißer-Sieg

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Navardauskas holte im Alleingang 19. Tour-Etappe

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Der Litauer Ramunas Navardauskas hat am Freitag die 19. Etappe der 101. Tour de France sieben Sekunden vor dem Deutschen John Degenkolb und dem Norweger Alexander Kristoff gewonnen.

Der Balte siegte nach 208,5 Kilometern in Bergerac, nachdem er sich rund zehn km vor dem Ziel abgesetzt hatte. Vincenzo Nibali erreichte das Ziel in Gelb als 24., der Italiener liegt gesamt weiter klar voran.

Nibali geht mit 7:10 Minuten Vorsprung auf den Franzosen Thibault Pinot in das Zeitfahren am Samstag nach Perigueux.

Das Trikot des designierten Toursiegers, der nach seiner Klettershow im Gebirge in der Heimat euphorisch gefeiert wurde, war auf der Flachetappe durch die Weinberge der Dordogne nicht mehr in Gefahr, wurde aber bei den teils heftigen Regenschauern gehörig durchnässt.

Heftiger Regen

Die Bedingungen waren alles andere als angenehm. Den ganzen Tag über hatte es immer wieder zum Teil heftig geregnet, auf der Strecke hatten sich zeitweise kleine Sturzbäche gebildet.

Im Zielbereich waren die Absperrgitter umgeweht worden. So kam es zu keiner geordneten Sprintvorbereitung, was dem Ausreißer in die Karten spielte.

Massensturz kurz vor dem Ziel

2,2 km vor dem Ziel kam es zu einem Massensturz. Navardauskas profitierte davon, danach konnte ihn keiner mehr an seinem bisher größten Erfolg hindern.

Zu Boden mussten u.a. der Slowake Peter Saga sowie der französische Gesamtfünfte Romain Bardet und der Luxemburger Fränk Schleck.

Da der Zwischenfall nach der 3-km-Marke passiert ist, haben die betroffenen Fahrer laut Reglement keinen Zeitverlust erlitten. Der Steirer Bernhard Eisel passierte die Stelle erst erheblich später, er büßte knapp acht Minuten ein.

Zeitfahren am Samstag

Angesichts der teilweise überfluteten Fahrbahnen herrschte die gesamte Etappe über erhöhte Wachsamkeit bei den Fahrern.

Insbesondere bei Nibali, den nur noch ein Sturz vom Tour-Sieg abhalten kann.

Bis es so weit ist, steht aber zunächst am Samstag das 54-km-Zeitfahren auf dem Programm, für das der Deutsche Tony Martin als Favorit gilt.

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