"Im Bruchteil einer Sekunde"

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"Im Bruchteil einer Sekunde ist alles schief gegangen"

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Auf dem Weg nach La Planche des Belles Filles verlor die Frankreich-Rundfahrt noch vor dem ersten Ruhetag nach Chris Froome (SKY) bereits den zweiten großen Favoriten auf den Tour-Sieg.

Alberto Contador (TCS) kam auf der Abfahrt des Petit Ballon auf der zehnten Etappe vermutlich durch ein Schlagloch schwer zu Sturz.

Der Spanier musste mehrere Minuten lang behandelt werden, Rad und Schuhe wurden gewechselt, dann stieg er wieder auf sein Rad, das Knie blutverschmiert, die Hose zerfetzt.

Aus und vorbei

"Er ist schwer gestürzt, denn sein Schuh ist komplett hinüber. Jedenfalls bereitet ihm sein rechtes Knie große Schmerzen", so der sportliche Leiter von Tinkoff-Saxobank, Philippe Maudit, gegenüber "letour.fr".

Dem zweifachen Sieger der Frankreich-Rundfahrt kamen zwar seine Teamkollegen zu Hilfe, er schleppte sich noch auf den Col du Platzerwasel, doch dann ging nichts mehr.

Er dankte noch einmal seinen Mannschaftskollegen, dann fuhr er an den Straßenrad und stieg vom Rad.

Schienbeinbruch

"Vor der Aufgabe hat Alberto mit uns durch die geöffnete Fensterscheibe gesprochen und gesagt, dass er überall Schmerzen habe, und es so keinen Sinn habe. Bis heute war alles gut gegangen. Unser Plan war klar. Das Rennen verlief auch absolut planmäßig. In dem Bruchteil einer Sekunde ist alles schief gegangen. Unmittelbar danach sitzt die Enttäuschung natürlich tief", sagte Maudit.

Die Röntgenaufnahmen ergaben schließlich, dass sich der Spanier einen Schienbeinbruch zugezogen hat.

"Alberto hat sich das Schienbein gebrochen. Es ist kein komplizierter Bruch, aber er muss operiert werden", so Tinkoff-Saxo-Teamboss Bjarne Riis.

"Er hat sehr viel Schmerzen und ist mental natürlich zerstört. Er war in der Form seines Lebens. Das wäre seine Tour geworden."

Kein Tour-Sieger mehr dabei

Mit dem Ausstieg von Contador fährt kein ehemaliger Sieger der Großen Schleife mehr mit.

Nur wenige Tage zuvor musste bereits Vorjahressieger Chris Froome (SKY) das Rennen nach einem Sturz aufgeben, auch der Sieger von 2010, Andy Schleck (TFR) ist aufgrund von Sturzverletzungen nicht mehr dabei.

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