Zeitfahren: High-Tech total

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Hallo, liebe LAOLA1-User,

die drei Etappen auf Korsika sind also Geschichte. Die Bilder von der Mittelmeerinsel waren wirklich beeindruckend.

Am Dienstag stand nun das Mannschaftszeitfahren auf dem Programm – und es war der erwartete Sekunden-Thriller. Mit einem Happy-End für Orica-GreenEdge, denn 75 Hundertstel Vorsprung nach 25 Kilometern – das ist gar nichts!

Ein entscheidender Faktor im Kampf gegen die Uhr ist seit jeher das Material. Spezielle Aero-Helme mit Vollvisier, hautenge Zeitfahranzüge und natürlich die High-Tech-Rennmaschinen.

Pinarello, der Ausrüster von Team Sky, hat extra für die Tour de France und die Formel 1 des Radsports ein neues Zeitfahrrad entwickelt, das passenderweise auf den Namen „Bolide“ hört.

Bradley Wiggins hatte bereits beim Giro d’Italia einen von der UCI genehmigten Prototyp im Einsatz. Seine Verbesserungsvorschläge wurden danach umgesetzt.

Aber derzeit gibt es nur die paar Modelle, die bei der Tour im Einsatz sind. Aber irgendwann im Lauf der Saison wird das "Bolide" auch in den Handel kommen.

Für uns Fahrer ist die Umstellung zum Vorgänger keine allzu große. Die Position am Rad – da sprechen wir von Millimeterarbeit, also vielen Stunden im Windkanal und auf der Bahn – bleibt absolut ident.

Aber bei der Aerodynamik haben wir wieder ein bisschen gewonnen und natürlich auch ein bisschen Gewicht eingespart.

Eine eigene Wissenschaft sind natürlich auch die Laufräder. Vorne Tri-Spoke, also drei Speichen, hinten Scheibe. Dieses Set-Up soll dabei helfen, noch mehr Vortrieb zu erzeugen.

Für mich ist das „Bolide“ eines der derzeit schönsten Räder – aber das hat auch seinen Preis. Jedes einzelne Rad hat einen Wert von rund 12.000 Euro.

Treten müssen die Jungs aber trotz aller Gadgets immer noch selber!

Bis zum nächsten Mal,
euer Bernie




Bernhard Eisel ist Österreichs erfolgreichster Radprofi der letzten Jahre. Der Steirer war zuletzt neun Mal in Folge bei der Tour de France am Start und ist damit auch ÖRV-Rekordteilnehmer. Seit 2012 fährt Eisel für das britische Team Sky, das im Vorjahr einen Doppelsieg feiern konnte. Mehr über den 32-Jährigen auf seiner facebook-Seite.

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