Froome: Ein Fall für Hollywood

Aufmacherbild
 

Aufmacherbild
 


Hallo, liebe LAOLA1-User,

die 100. Tour de France ist Geschichte – und sie ist zu Ende gegangen, wie sie begonnen hat - mit einem Highlight.

Das große Flutlicht-Finale auf den Champs-Elysées hat das Jubiläum des größten, besten, spektakulärsten Rad-Rennens der Welt perfekt abgerundet.

Perfekt gelaufen sind die letzten drei Wochen auch für mein Team Sky. Was Chris Froome bei dieser Tour de France gezeigt hat, war wirklich beeindruckend.

Er ist als der mit Abstand größte Favorit nach Frankreich gekommen und hat dem Druck in jeder Situation standgehalten. Aber nicht nur das: Er hat selbst Akzente gesetzt und das Gelbe Trikot nicht nur „verwaltet“. Chapeau!

Ich habe Chris in dieser Saison nur wenig getroffen, da wir einen anderen Renn-Kalender hatten, aber wenn wir uns sehen, ist es immer lustig.

Er ist ein total netter Typ, immer locker drauf und für einen Schmäh zu haben. Am Rad hat er, wie man bei der Tour sehen konnte, seinen ganz eigenen Stil.

Bei ihm sieht es immer ein bisschen so aus, als würde er gleich vom Rad fallen. Deshalb traut man ihm diese Performance in den Bergen nicht zu.

Aber Chris hat diesen Tour-Triumph mit dem Team gemeinsam generalstabsmäßig geplant – und nichts dem Zufall überlassen.

Das geht vom persönlichen Schlaf-Setup mit eigener Matratze, Kopfpolster und Bettdecke, das von Hotel zu Hotel transportiert wurde, bis zum Team-Koch, der dafür gesorgt hat, dass Chris und den anderen Fahrern die Spaghetti nicht bei den Ohren rauskommen.

Aber zurück zu Froomey: Spätestens jetzt bin ich mir sicher, dass seine Lebensgeschichte eines Tages verfilmt wird. Bei der Rad-WM 2006 in Salzburg ist er noch für Kenia an den Start gegangen – und das ohne Team. Heute ist er die Nummer 1 der Rad-Welt!

Ich verabschiede mich nach drei Wochen mit einem Dankeschön an alle Leserinnen und Leser – fürs Mitlesen und Mitfiebern. Und den fünf glücklichen Gewinnern wünsche ich viel Spaß mit ihren Sky-Trikots.



Bis zum nächsten Jahr,

euer Bernie





Bernhard Eisel ist Österreichs erfolgreichster Radprofi der letzten Jahre. Der Steirer war zuletzt neun Mal in Folge bei der Tour de France am Start und ist damit auch ÖRV-Rekordteilnehmer. Seit 2012 fährt Eisel für das britische Team Sky, das im Vorjahr einen Doppelsieg feiern konnte. Mehr über den 32-Jährigen auf seiner facebook-Seite.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen