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Hallo, liebe LAOLA1-User,

die Tour de France ist nicht nur etwas für Radsport- sondern auch für Rennrad-Fans.

Denn die Bikes, die in Frankreich zum Einsatz kommen, spielen wirklich alle Stückerl.

Zahlreiche Hersteller – wie zum Beispiel Cannondale, BMC oder Merida – leisten sich ihr eigenes Team, das natürlich auf die Top-Modelle abfährt.

Im Fahrerlager und auf den Team-Fahrzeugen sehen wir Carbon soweit das Auge reicht – und natürlich nur die besten Komponenten.

Die Räder von Team Sky kommen von Pinarello aus Italien und hören auf den Namen Dogma, die Zeitfahrmaschine Bolide ist brandneu. Beide Modelle sind im Handel erhältlich, auch in der Sky-Edition.

In Sachen Schaltung gibt es eigentlich nur drei Anbieter: Shimano, SRAM und Campagnolo. Alle drei sind bei der Tour vertreten.

Wir fahren die Shimano Di2, schalten also elektronisch. Das funktioniert in fast jeder Situation perfekt.

Wenn zum Beispiel die Kette schief läuft, stellt sie sich automatisch nach. Ich hatte in drei Jahren nur einmal ein gröberes Problem.

Und kürzlich hat Shimano eine 11-fach auf den Markt gebracht, dadurch haben wir jetzt 22 Gänge.

Mittlerweile hat die elektronische Schaltung dank der etwas günstigeren Ultegra auch im Breitensport Einzug gehalten. Ein Hobby-Radler kommt mit dem Akku wahrscheinlich durch einen ganzen Sommer.

Ein großes Thema bei der Tour de France sind immer auch die Laufräder. Da hat jeder Fahrer seine ganz persönlichen Vorlieben.

Wir werden auch hier von Shimano ausgestattet, das Sortiment im Material-LKW reicht von leicht bis aerodynamisch.

Ich entscheide immer nach Etappenprofil und Gefühl, meist nehme ich eine mittelhohe Felge, vom Gewicht irgendwo in der Mitte. Ganz einfach weil ich mich mit den ganz leichten Laufrädern nicht so wohlfühle, da ich die Verwindungen spüre.

Für unsere Mechaniker bin ich kein Härtefall, ich nehme das Rad wie sie es mir hinstellen. Da bin ich im Gegensatz zu den Tüftlern im Team unkompliziert.

Aber wir haben auch Jungs, die sogar beim Lenkerband versuchen Gewicht einzusparen. Nur auf eines muss man achten: Das Gesamt-Gewicht darf 6,8 Kilo nicht unterschreiten.



Bis zum nächsten Mal,

euer Bernie





Bernhard Eisel ist Österreichs erfolgreichster Radprofi der letzten Jahre. Der Steirer war zuletzt neun Mal in Folge bei der Tour de France am Start und ist damit auch ÖRV-Rekordteilnehmer. Seit 2012 fährt Eisel für das britische Team Sky, das im Vorjahr einen Doppelsieg feiern konnte. Mehr über den 32-Jährigen auf seiner facebook-Seite.

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