Cavendish und Eisel stürzen - Greipel sprintet zum Sieg

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Andre Greipel jubelt über seinen ersten diesjährigen Tour-Etappensieg - sein Rivale Mark Cavendish erreichte wie dessen Sky-Teamkollege Bernhard Eisel wenig später als blutendes Sturzopfer die Ziellinie:

Freud und Leid lagen bei der 99. Tour de France am Mittwoch wieder eng beieinander.

Das Gelbe Trikot nach der 214,5 Kilometer langen 4. Etappe von Abbeville nach Rouen erfolgreich verteidigte indes Fabian Cancellara.

Der Schweizer liegt weiter sieben Sekunden vor dem Briten Bradley Wiggins in Führung.

Eisel muss genäht werden

2,7 Kilometer vor dem Ziel in Rouen ereignete sich die Schlüsselszene der Etappe. Neben Cavendish landete auch dessen Anfahrer Eisel unsanft auf dem Asphalt.

Der britische Weltmeister blutete am Arm und den Beinen. Den Steirer erwischte es schlimmer, er zog sich ein Cut über dem Auge zu, das mit vier Stichen genäht werden musste. Noch im Ziel gab er aber bereits wieder Interviews. "Er kann weiterfahren", meinte Sky-Teammanager Dave Brailsford.

Zweiter Tour-Etappensieg

Da der Sturz innerhalb der Drei-Kilometer-Marke vor dem Ziel erfolgte, wurde das Sky-Duo zeitgleich mit Sieger Greipel gewertet. Der Deutsche ließ sich im Sprint nicht aus der Ruhe bringen und setzte sich in Rouen vor dem italienischen Altmeister Alessandro Petacchi und dem Niederländer Tom Veelers durch.

Der Lotto-Profi, der am Montag von Cavendish knapp bezwungen worden war, feierte bei der wichtigsten Rundfahrt des Jahres somit seinen zweiten Tagessieg nach jenem im Vorjahr.

"Stürze gehören dazu"

Den Sturz seines Rivalen Cavendish in seinem Rücken hatte er nicht mitbekommen. "Stürze gehören in diesem Sport leider dazu. Das ist nicht schön", sagte ein sichtlich erleichterter Greipel, dem im Finish somit der härteste Konkurrenz abhandengekommen war.

Die fünfte Etappe am Donnerstag führt über 196,5 km von Rouen nach St. Quentin.

Die 4. Etappe zum Nachlesen im LIVE-Ticker >>>

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