Weltmeister Cavendish setzt ein Ausrufezeichen

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Auch die jüngsten Kletterstrapazen der Pyrenäen haben den Siegeshunger von Mark Cavendish nicht gestillt.

Der britische Weltmeister und Teamkollege von Bernhard Eisel bei Sky ließ im Zielsprint der 18. Etappe der Tour de France mit einem unwiderstehlichen Antritt am Freitag alle Rivalen stehen.

Mit mehreren Metern Vorsprung feierte er seinen bereits 22. Tagessieg bei der Rundfahrt.

"Ein Wahnsinns-Sieg"

Auf der zweitlängsten diesjährigen Etappe verwies Cavendish, für den die Berge immer eine besondere Qual darstellen, Matthew Goss und Peter Sagan auf die Plätze.

"Ein Wahnsinns-Sieg von mir heute", jubelte der pfeilschnelle Radprofi von der Isle of Man. Eisel, der sich vor der Etappe Hoffnungen gemacht hatte, hatte mit der Sprintentscheidung aber nichts zu tun und kam nach 222,5 Kilometern von Blagnac nach Brive-la-Gaillarde mit 8:54 Minuten Rückstand ins Ziel.

"Mein Geschenk für Mark"

In der Gesamtwertung blieb vor dem anstehenden Einzelzeitfahren am Samstag und der letzten Etappe nach Paris alles beim Alten. Bradley Wiggins führt 2:05 Minuten vor seinem Sky-Teamkollegen Christopher Froome und 2:41 Minuten vor Vincenzo Nibali aus Italien.

Wiggins fuhr im Finish die Lücke zu den letzten Ausreißern zu und ermöglichte seinem zuletzt häufig frustriert wirkenden Sprinter den Sieg. Wiggins meinte: "Das war mein Geschenk für Mark."

Der designierte Tour-Sieger hatte im Ziel jedenfalls die Lacher auf seiner Seite. Nach der Siegerehrung, die Staatspräsident Francois Hollande als Ehrengast vornahm, meinte der Brite: "Ich kannte seinen Namen nicht. Ich habe Chirac zu ihm gesagt."

Kritik an Sky-Duo

Nach den beiden Pyrenäen-Teilstücken, bei denen Wiggins und Edelhelfer Froome alle Angriffe der Verfolger souverän pariert hatten, wurde der Auftritt des Duos heftig diskutiert. Vor allem die Stallorder für Froome, der am Donnerstag auf den möglichen Tagessieg hatte verzichten müssen, stieß auf Kritik.

Am ersten von vier kleineren Anstiegen hatte sich eine 16-köpfige Spitzengruppe gebildet, die schließlich auf sechs Fahrer zusammenschmolz.

Diese versuchten, das etwas unentschlossene Feld auf Distanz zu halten. Letztlich war das unter anderem vom Team Sky unter der Regie von Wiggins angeführte Peloton dann aber doch zu schnell für das Sextett.

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