Erschöpft, aber glücklich

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Zwei auf einen Streich: Thomas Voeckler räumt ab

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Bradley Wiggins hat sich auch in der ersten echten Bergetappe der 99. Tour de France keine Blöße gegeben.

Der 32-jährige Brite bewältigte den ersten Pass der höchsten Kategorie problemlos, perfekt geführt von mehreren Sky-Teamkollegen, und ließ nach dem etwa einen Kilometer langen Schlussanstieg auch keinen Zeitgewinn des sprintenden Australiers Cadel Evans zu.

Wiggins führt vor der Alpenetappe weiter 1:53 Minuten vor dem Vorjahressieger.

Den Sieg auf der 10. Etappe von Macon nach Bellegarde-sur-Valserine (194 km) sicherte sich der Franzose Thomas Voeckler.

Dritter Etappensieg bei der Tour

Voeckler schloss eine Flucht von anfangs 25 Fahrern über rund 160 Kilometer erfolgreich ab. Er distanzierte seine vier verbliebenen Rivalen in der Steigung vor dem Ziel und feierte nach 2009 und 2010 seinen dritten Tageserfolg bei der Tour.

Im Vorjahr hatte er wie schon 2004 zehn Tage lang das Gelbe Trikot getragen und war Gesamt-Vierter geworden.

Das Leiden war "extrem"

Seine 10. Tour-Teilnahme stand heuer wegen Knieproblemen lange infrage, erst wenige Tage vor dem Start sagte der 33-jährige Elsässer zu. Voeckler übernahm am Mittwoch zudem das Trikot des besten Bergfahrers.

"Mein Sportlicher Leiter hat mir 1,5 km vor dem Ziel gesagt gesagt, ich soll attackieren und ich kam auch weg. Am Schluss war das Leiden extrem", erklärte Voeckler.

Kaum ernsthafte Attacken

Die Angriffe auf Wiggins hielten sich in Grenzen. Evans zwang den Zeitfahr-Sieger vom Montag im Finish zu einem Sprint, hielt sich aber ansonsten zurück.

Ex-Vuelta-Sieger Vincenzo Nibali (ITA) attackierte in der Abfahrt vom Grand-Colombier-Pass (1.701 m/Anstieg 17 km), kam aber nicht einmal eine Minute weg.

Team Sky blieb "cool"

Der Profi des Teams Liquigas bekam einige Zeit von dem aus der Spitzengruppe zurückgefallenen Teamkollegen Peter Sagan (SVK) Unterstützung, doch der Dreifach-Etappensieger fiel bergauf bald wieder zurück.

Alleine war Nibali chancenlos und wurde von den Wiggins-Helfern noch vor der nächsten Abfahrt wieder zurückgeholt. "Wir sind cool geblieben und sind unser Rennen gefahren", sagte Wiggins im Ziel.

Eisel im Gruppetto ins Ziel

In den Steigungen hatten zuvor seine Teamkollegen Richie Porte, Michael Rogers und Edvald Boasson Hagen für ihn und dem Gesamt-Dritten Chris Froome (+2:07) ganze Arbeit geleistet und mit hohem Tempo Attacken verhindert.

Der Steirer Bernhard Eisel führte den Weltmeister und Sprintstar Mark Cavendish (GBR) über die Berge und kam mit der rund 30 Fahrer zählenden letzten Gruppe 31:55 Minuten hinter dem Sieger ins Ziel.

Am Donnerstag folgt die Bergankunft in La Toussuire (1.705 m), zuvor warten u.a. zwei Pässe der höchsten Kategorie, der Col de la Madeleine und der Croix de Fer.

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