Evans gewinnt im Fotofinish, Contador zeigt auf

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Alberto Contador ist bei der 98. Tour de France aus dem Tal der Tränen zurückgekehrt - zum großen Tages-Triumph ist im Foto-Finish aber Cadel Evans gefahren.

Auf der Mur-de-Bretagne holte sich der Ex-Weltmeister aus Australien am Dienstag im Ziel der 4. Etappe den Tagessieg wenige Zentimeter vor dem dreifachen Tour-Champion Contador.

Trotz der Evans-Großtat behielt der amtierende norwegische Weltmeister Thor Hushovd das Gelbe Trikot mit einer Sekunde Vorsprung auf Evans.

Kein Geschenk für Gilbert

Der große Verlierer des Tages war der hochgewettete Philippe Gilbert, der im April alle drei Ardennen-Klassiker und am Samstag die Auftakt-Etappe der Tour gewonnen hatte. Die Feier zu seinem 29. Geburtstag hatte sich der Belgier anders vorgestellt.

-contentad-

Auf der zwei Kilometer langen Schlusssteigung auf die 293 Meter hohe "Mauer" mischte sich auch Contador in die Phalanx der Fahrer, die um den Tagessieg fuhren.

Contador zeigt starke Leistung

Der zierliche Spanier wollte nach seinem enttäuschenden Auftakt mit öffentlichen Schmähungen und hohen Zeitverlusten auf den ersten beiden Etappen offensichtlich zeigen, dass er weiter ein heißer Kandidat und weit entfernt von Resignation ist.

Am Schluss fehlten gegen Evans nur Zentimeter. Beide hatten sich auf der von zahlreichen Zuschauern gesäumten 6,9-Prozent-Steigung ein Duell in Sprinter-Manier geliefert.

"Der Sieg ist eine schöne Überraschung für mich. Eigentlich geht es mir um die Gesamtwertung, aber den Tagessieg nehme ich gerne mit", sagte Evans, der sich im Vorjahr bei der Tour den Ellenbogen gebrochen hatte.

Eisel im Feld der Geschlagenen

Bernhard Eisel kam mit 4:17-Minuten-Rückstand als 164. ins Ziel und liegt in der Gesamtwertung auf dem 172. Rang (+11:36 Minuten).

Fünf Ausreißer waren 4.300 Meter vor dem Ziel kurz vor Beginn des steilen Schlussanstiegs auf die Mur-de-Bretagne gestellt worden. Auf der Verfolgung hatten sich in der Schlussphase besonders die drei Omega-Fahrer Andre Greipel, Marcel Siebert und Sebastian Lang im Dienst ihres Kapitäns Gilbert hervorgetan.

Aber ihre Anstrengungen wurden letztlich nicht belohnt.

Cavendish verliert an Boden

Im Kampf um das Grüne Trikot des besten Sprinters verlor Mark Cavendish weiter an Boden. Der Brite, dem wie Hushovd wegen eines Remplers nachträglich die Zwischensprint-Punkte vom Vortag gestrichen worden waren, hatte beim Spurt auf halber Strecke das Nachsehen.

Der HTC-Fahrer wurde unter anderen von Tyler Farrar, dem US-Sprintsieger vom Vortag in Redon, bezwungen. Cavendish kann aber bereits am Mittwoch zurückschlagen, wenn von Carhaix nach Cap Frehel wieder eine klassische Sprinteretappe auf das Peloton wartet.

Im Kampf um das Gelbe Trikot dürften sich die Favoriten eine Verschnaufpause gönnen.

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