Tyler: "Werde Wouter nie vergessen"

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Tyler Farrar hat die 3. Etappe der Tour de France gewonnen.
Der US-Profi vom Radteam Garmin-Cervelo setzte sich am Montag im ersten Massensprint vor dem Franzosen Romain Feillu durch.
Dritter wurde auf der 198 Kilometer langen Etappe von Olonne-sur-Mer nach Redon der Spanier Jose Joaquin Rojas. Farrars Teamkollege, der Norweger Thor Hushovd, blieb im Gelben Trikot des Gesamtführenden.
In Gedanken bei Weylandt
Im Moment seines größten Sieges - dem ersten Tour-Etappenerfolg - galten Farrars erste Gedanken in Redon seinem im Giro d'Italia tödlich verunglückten besten Freund Wouter Weylandt, als er mit seinen Händen ein "W" formte.
"Das macht es zwar nicht ungeschehen", erklärte Farrar, "aber es zeigt, dass ich Wouter nie vergessen werde."
Bei seinem Erfolg am US-Unabhängigkeitstag profitierte der 27-jährige Farrar von der Vorbereitung des Sprints durch Hushovd.
Ärger bei Cavendish
Das HTC-Highroad-Team des Österreichers Bernhard Eisel verpatzte den Sprint, Top-Favorit Mark Cavendish wurde nur Fünfter.
"Ich war zu früh alleine vorne", analysierte der heißblütige Brite zunächst noch verhältnismäßig ruhig, ehe es im Teambus lauter wurde.
Lange Zeit hatte es für das Highroad-Team gut ausgesehen, ehe ein Massensturz in der letzten Kurve Cavendish behinderte.
"Ich musste 500 Meter vor dem Ziel praktisch komplett abbremsen - da war dann alles zu spät", sagte der Engländer. "Aber mein Sieg im Zwischensprint hat bewiesen, dass ich gute Beine habe."
Eisel zurück gepfiffen
Auf der Etappe an der französischen Atlantikküste hatte zuvor eine fünfköpfige Ausreißergruppe ihr Glück versucht.
Auf den ersten Metern löste sich das Quintett vom Peloton. Neun Kilometer vor dem Ziel hatten die ambitionierten Sprinterteams die Flucht aber beendet.
Auf den folgenden Kilometern war auch Eisel ganz vorne dabei, er wurde jedoch vor dem Schlusssprint nach hinten beordert und beendete die Etappe nur auf Rang 179 (+1:20 Min.).
In der Gesamtwertung liegt Eisel mit 7:19 Minuten auf Rang 180. Tour-Favorit Alberto Contador kam mit dem Hauptfeld ins Ziel.
Ab in die Berge
Am Dienstag müssen sich die Sprinter wieder hinten anstellen, wenn am Ende der Flachetappe ein rund vier Kilometer langer giftiger Anstieg auf die Mur-de-Bretagne ansteht.
Favorit ist der belgische Klassiker-Spezialist Philippe Gilbert, der schon auf ähnlichem Terrain die erste Etappe der diesjährigen Tour für sich entschieden hatte.

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